Das Westschweizer Unternehmen Advanced Digital Broadcast (ADB) hat ein schlechtes Geschäftsjahr hinter sich. Der Umsatz ging um rund 17 Prozent auf 373,5 Millionen Dollar zurück. Das Unternehmen bestätigte damit die provisorische Umsatzzahl, die es Ende Januar bekannt gegeben hatte. Im Zuge des Minus nahm auch der Bruttogewinn um beinahe 19 Prozent auf 108,7 Millionen Dollar ab, was einer Marge von 29,1 Prozent entspricht.

Bei der Umsatzwarnung im Januar kündigte der Hersteller von Settopboxen und weiteren Produkte für Multimediaanwendungen zudem einen negativen EBIT an. Dieser liegt nun bei -5,8 Millionen Dollar. Unter dem Strich weist das Unternehmen einen Konzernverlust von 7,9 Millionen Dollar aus. Im Vorjahr hatte das Unternehmen mit einem EBIT von 13,6 Millionen Dollar und einem Reingewinn von 8,5 Millionen eben erst die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft.

Abschreiber trüben Ertrag

Gründe für den negativen EBIT waren laut der Mitteilung Wertberichtigungen von 9,4 Millionen Dollarauf das im Jahr 2006 übernommene Unternehmen Vidiom. Bereits im Geschäftsjahr 2009 tätigte ADB Abschreibungen von gut 8 Millionen Dollar auf diese Übernahme. Zudem hätten den EBIT zusätzliche Aufwendungen für Reorganisationen in der Höhe von 1,7 Millionen belastet. Ohne diese Effekte hätte laut der Mitteilung ein EBIT von 5,3 Millionen Dollar und eine Marge von 1,4 Prozent resultiert.

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Erstmals in der Geschichte des Unternehmens habe ADB im zweiten Halbjahr weniger Umsatz erzielt als im ersten, heisst es in der Mitteilung. Das Unternehmen habe jedoch keine Kunden verloren. Im dritten Quartal seien verschiedene Programme gestartet worden, um das Unternehmen effizienter zu machen, wird CEO Peter Balchin in der Mitteilung zitiert.

Keine Aussagen macht ADB zur Guidance. In Übereinstimmung mit der 2012 beschlossenen Richtlinie werde auch für das laufende Jahr keine Guidance ausgegeben, heisst es. Auf die Ausschüttung einer Dividende wird, wie schon in den beiden Vorjahren, verzichtet.

(awp/dbe)