Die Wachstumsrate von Adecco entwickelte sich im vierten Quartal ähnlich schwach wie in den Vorquartalen. War der Konzern im dritten Quartal organisch um 5 Prozent und im zweiten Quartal um 4 Prozent geschrumpft, waren es nun 3 und 6 Prozent.

Die Bruttomarge sank in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,1 Prozentpunkte auf 17,8 Prozent, organisch waren es ebenfalls 0,1 Prozentpunkte, wie das Unternehmen mitteilte.

Der Fokus auf die Preisdisziplin zeigt sich weiter in den Kosten. Die allgemeinen Kosten sind organisch und vor Integrations- und Restrukturierungskosten gegenüber dem Vorjahresquartal um 3 Prozent gesunken, gegenüber dem Vorquartal waren es -1 Prozent. Restrukturierungskosten wurden im Berichtsquartal 46 Millionen Euro verbucht, wovon 33 Millionen für die laufende Umstrukturierung in Frankreich.

Die operative Marge (Ebitda) auf bereinigter Basis erreichte 3,9 Prozent und war damit im Vorjahresvergleich vor Integrations- und Restrukturierungskosten um 0,5 Prozentpunkte tiefer, der Ebita selbst erreichte 194 Millionen Euro (-17 Prozent) vor bzw. 148 Millionen Euro (-33 Prozent) nach Einmalkosten. Beim Reingewinn ergab sich ein Minus von rund drei Viertel auf noch 35 Millionen Euro.

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Deutliches Minus beim Gewinn

Damit lag Adecco massiv unter den Erwartungen von Analysten von durchschnittlich 91 Millionen. Fürs Gesamtjahr 2012 sackte der Gewinn um 27 Prozent auf 377 Millionen Euro ab.

Die Dividende für das vergangene Geschäftsjahr soll laut Verwaltungsratsantrag unverändert 1.80 Franken betragen, dies nachdem die Ausschüttung im letzten deutlich angehoben worden war.

Insgesamt hat Adecco die Schätzungen der Analysten auf Stufe Umsatz genau getroffen, lag bei Ebita und vor allem Reingewinn aber deutlich zurück. Diese rechneten mit einem Umsatz von 5,03 Milliarden, einem adjustierten Ebita von 207 Millionen und einem Reingewinn von 91 Millionen Euro.

(se/tno/awp/sda)