Nach einem kräftigen Gewinneinbruch im Auftaktquartal hat sich der Personaldienstleister Adecco wieder gefangen. Der Reingewinn des Schweizer Weltmarktführers stieg im zweiten Quartal um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 126 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte.

Der Umsatz ging um 5 Prozent auf 4,931 Milliarden Euro zurück. In den ersten drei Monaten dieses Jahres war der Gewinn mit 67 Millionen Euro um 40 Prozent niedriger ausgefallen als im Jahr zuvor.

Vor allem das Geschäft in Frankreich lief im aktuellen Quartal nun schlecht. Auf seinem wichtigsten Markt büsste der Konzern 12 Prozent Umsatz ein. Dagegen legte er in den aufstrebenden Märkten um 8 Prozent zu.

Aktienrückkaufprogramm angekündigt

Analysten hatten für das zweite Quartal bei einem Umsatz von 4,94 Milliarden Euro mit einem Reingewinn von 112 Millionen Euro gerechnet. Adecco will ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 250 Millionen Euro auflegen. 

«Wir haben eine starke Performance abgeliefert im zweiten Quartal», liess sich CEO Patrick De Maeseneire in der Mitteilung zitieren. Die Arbeitsmärkte würden sich in ganz Europa langsam stabilisieren.

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An der Börse klar im Plus

Die Adecco-Aktie notiert um 9:45 Uhr bei hohen Volumen 3,6 Prozent höher auf 62,30 Franken, den Höchststand kurz nach Eröffnung bei 62,90 Franken (+4,6 Prozent) konnte das Papier aber nicht halten. Der Gesamtmarkt (SMI) notiert derweil 0,5 Prozent tiefer.

In Analystenkreisen werden die vorgelegten Zahlen zumeist wohlwollend beurteilt. «Adecco legte überzeugende Geschäftszahlen für das Quartal hin», heisst es etwa bei der Bank Vontobel. Die ZKB spricht von einem «guten Ergebnis in schwierigem Umfeld».

(tno/aho/reuters/awp/sda)