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Quartalszahlen
Adecco verkleinert Umsatzrückgang weiter

Adecco: Nullwachstum im dritten Quartal. (Bild: Keystone)

Adecco verzeichnet im dritten Quartal einen Umsatz von über 5 Milliarden Euro. Berichtigt ergibt dies ein Nullwachstum. Trotzdem spricht das Management von starker Performance.

Veröffentlicht am 06.11.2013

Der Personalvermittler Adecco hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2013 einen Umsatz von 5,03 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dies entspricht zwar einem Minus von 5 Prozent auf berichteter Basis, aber einem Nullwachstum zu konstanten Währungen bzw. auf organischer Basis. Die Wachstumsrate hat sich damit im Vergleich zu den Vorquartalen weiter verbessert, war Adecco doch organisch im zweiten Quartal noch um 3 Prozent geschrumpft, im ersten Quartal um 5 Prozent, im vierten Quartal 2012 um 6 Prozent.

Nullwachstum im traditionellen Geschäft

Mit dem traditionelle Geschäft der Temporärvermittlung nahm der Konzern 3,8 Milliarden Euro ein, zu konstanten Währungen war das ein Nullwachstum. Im Industriebereich legten die Umsätze zu konstanten Währungen um 1 Prozent zu. Während der Problemmarkt Frankreich noch immer 4 Prozent einbüsste, wuchsen Deutschland/Österreich um 5 Prozent, Italien gar um 9 Prozent oder Nordamerika um 7 Prozent. Das Bürogeschäft war hingegen weiterhin leicht rückläufig (-3 Prozent). Im Fachkräftebereich machte Adecco einen Umsatz von 1,1 Milliarden, was einem Plus von 2 Prozent zu konstanten Währungen entspricht.

Die Bruttomarge legte in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahresquartal um 80 Basispunkte (BP) auf 18,7 Prozent zu, wie das Unternehmen mitteilte. Der operative Gewinn (Ebita) vor Integrations- und Restrukturierungskosten stieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 276 Millionen Euro, nach Einmalkosten waren es +30 Prozent auf 273 Millionen Euro. Die Ebita-Marge erreichte 5,5 Prozent. Beim Reingewinn ergab sich ein Plus von 61 Prozent auf 191 Millionen Euro.

Adecco hat mit den vorgelegten Zahlen die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) bei den Gewinnzahlen deutlich übertroffen, beim Umsatz allerdings nur knapp erreicht. Diese rechneten mit einem Umsatz von 5,05 Milliarden, einem Ebita (vor Restrukturierung) von 235 Millionen und einem Reingewinn von 138 Millionen Euro.

«Starke Performance» im dritten Quartal

«Wir haben im dritten Quartal eine starke Performance hingelegt», zeigt sich CEO Patrick De Maeseneire in der Mitteilung erfreut.

Mit Blick nach vorne zeigt sich Adecco positiver als noch zum Halbjahresabschluss. Die meisten europäischen Länder würden nun die Rezession hinter sich lassen, was den Bedarf nach flexiblen Arbeitskräften steigern dürfte. Adecco sei in vielen europäischen Ländern mittlerweile zum Wachstum zurückgekehrt. Besonders ermutigend sei dabei insbesondere der Aufschwung in Italien, Deutschland und Spanien. In Frankreich habe sich der Umsatz-Rückgang weiter verlangsamt. Nord-Amerika laufe weiterhin gut und die aufstrebenden Märket hätten erneut einen Zuwachs im hohen einstelligen Prozentbereich gezeigt.

Während die Umsätze im September organisch und um Handelstage bereinigt noch um 1 Prozent abgenommen hätten, habe der Oktober die Rückkehr zu Wachstum gebracht.

Vor diese Hintergrund bekräftigt Adecco einmal mehr das mittelfristig angepeilte Ziel einer Ebita-Marge von 5,5 Prozent. Ausgehend von den gegenwärtigen Trends sowie den ab Ende 2013 besseren wirtschaftlichen Bedingungen gibt sich das Management überzeugt, dass das Ziel bis 2015 erreicht werden kann.

Weiter Preisdisziplin und Kostenkrontrolle angesagt

Adecco setzt auch weiterhin auf Preisdisziplin und Kostenkontrolle, so die Mitteilung. Zudem werde weiter in organische Wachstums-Opportunitäten und die eigene IT-Plattform investiert. Die Verwaltungskosten erwartet das Management zu konstanten Wechselkursen im vierten Quartal etwas über dem dritten Jahresviertels. Adecco bekräftigt frühere Aussagen, wonach insgesamt 30 Millionen Euro zur weiteren Optimierung der Kostenbasis investiert werden sollen - 16 Millionen Euro (nach 13 Millionen zum Halbjahr) davon seien in den ersten neun Monaten ausgegeben worden.

(awp/chb/rcv)

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