Der Personalvermittler Adecco ist im vierten Quartal 2013 erstmals seit längerer Zeit wieder (organisch) gewachsen. Nach sechs Quartalen mit Minusraten und einem Nullwachstum im dritten Quartal 2013 erzielte Adecco im Schlussquartal 2013 ein organisches Plus von 4 Prozent. Der Umsatz von Oktober bis Dezember wird mit 4,98 Milliarden Euro ausgewiesen, was in der Berichtswährung Euro allerdings noch einem Minus von 1 Prozent entspricht.

Die Bruttomarge stieg in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahresquartal um 50 Basispunkte (BP) auf 18,3, wie das Unternehmen mitteilte. Der Konzern legt den Fokus auch weiter auf die Kosten (SG&A). Diese waren ohne Restrukturierungskosten (17 Millionen im Q4) und in konstanten Währungen 1 Prozent höher.
Die operative Marge (EBITA) (ohne Restrukturierungskosten) erreichte 4,8 Prozent und war damit im Vorjahresvergleich um 90 BP höher, der EBITA selbst erreichte 238 Millionen Euro (+30 Prozent zu konstanten Währungen) vor bzw. 221 Millionen Euro (+61 Prozent) nach den Einmalkosten. Beim Reingewinn ergab sich ein grosses Plus auf 174 Millionen Euro (Vorjahr 35 Millionen).

Erhöhte Dividende

Insgesamt hat Adecco die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) auf allen Stufen, aber vor allem beim Reingewinn weit übertroffen. Diese rechneten mit einem Umsatz von 4,89 Milliarden, einem adjustierten EBITA von 230 Millionen und einem Reingewinn von 129 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr 2013 hat Adecco einen Umsatz von 19,5 Milliarden Euro (-2 Prozent), einen EBITA (ausgewiesen) von 821 Millionen Euro (+18 Prozent) sowie einen Reingewinn von 557 Millionen Euro erzielt. Aufgrund der Zahlen soll die Dividende für das vergangene Geschäftsjahr laut Verwaltungsratsantrag auf 2,00 von 1,80 Franken im Vorjahr erhöht werden (+11 Prozent). Die Pay-out-Ratio beträgt damit 47 Prozent.

Anzeige

«Vorsichtig optimistisch»

«Das letzte Jahr hat mit viel Unsicherheit begonnen, besonders in Europa, jetzt sind wir jedoch vorsichtig optimistisch», sagte Konzernchef Patrick De Maeseneire in der Mitteilung. Die meisten europäischen Länder zeigten mittlerweile eine Erholung. Im vierten Quartal 2013 habe man einen starken Aufschwung im frühzyklischen Industriegeschäft verzeichnet. Das Management geht von einer weiter zunehmenden Nachfrage nach flexiblen Arbeitskräften im laufenden Jahr aus. Untermauert wird diese Prognose von einem Umsatzzuwachs in Höhe von 5 Prozent sowohl für Januar wie auch für Februar, dies organisch und um Handelstage bereinigt.

Vor diese Hintergrund bekräftigt Adecco einmal mehr das mittelfristig angepeilte Ziel einer EBITA-Marge von über 5,5 Prozent bis 2015. Ausgehend vom guten Fortschritt bei der Umsetzung der strategischen Prioritäten, den gegenwärtigen Trends sowie den erwarteten besseren wirtschaftlichen Bedingungen gibt sich das Management weiter überzeugt, dass das Ziel erreicht werden kann.

Preisdisziplin und Kostenkontrolle ist angesagt

Die Gruppe setzt auch weiterhin auf Preisdisziplin und Kostenkontrolle, so die Mitteilung. Für das laufende Jahr veranschlagt die Unternehmensführung Restrukturierungskosten in Höhe von rund 20 Millionen EUR. Diese fallen zur Hauptsache für den Umzug des amerikanischen Hauptsitzes sowie für verschiedene kleinere Projekte in anderen Ländern an. Zudem werde weiter in organische Wachstums-Opportunitäten und die Konsolidierung der eigenen IT-Plattform investiert.
Die Verwaltungskosten erwartet das Management zu konstanten Wechselkursen im ersten Quartal etwas über dem Stand des vierten Quartals 2013.

Anzeige

(awp/dbe)