Der Jobvermittler Adecco legte im zweiten Quartal 2011 beim Umsatz 11 Prozent auf 5,17 Milliarden Euro zu. Der Reingewinn stieg gar um 45 Prozent auf 141 Millionen Euro. Doch die Zukunft ist ungewiss.

«Die Auswirkungen der aktuellen Turbulenzen an den Börsen auf die Konsumenten sind derzeit nicht abzusehen», sagte Konzernchef Patrick De Maeseneire gegenüber der Finanznachrichtenagentur awp. Sowieso ist die Entwicklung im Geschäft mit Arbeitsvermittlung schwierig vorherzusehen.

So hat sich die Nachfrage aus der Autobranche in Deutschland trotz Finanzkrise gut entwickelt. In den beiden wichtigsten Märkten Frankreich und Nordamerika waren Stellenvermittlungen durch Adecco nach wie vor sehr gefragt. In beiden Märkten konnten sich die Wachstumsraten zweistellig halten. Doch am stärksten legten Italien (+35 Prozent) sowie Deutschland und Österreich (+31 Prozent) zu. In der Schweiz wuchs der Umsatz um 14 Prozent auf 117 Millionen Euro. In Grossbritannien und Irland stagnierte das Geschäft.

Für die weiteren Aussichten gibt sich der Konzern weiter relativ optimistisch. Nachdem der Umsatz im Juni um 11 Prozent zugelegt habe, sei der Juli nur marginal schwächer gewesen. Aus heutiger Sicht erwartet Adecco deshalb ein solides drittes Quartal. Für die Zukunft will derKonzern die Kosten stark im Fokus behalten. Trotz Sparanstrengungen sei noch Potenzial vorhanden, um die Produktivität weiter zu verbessern.

Die Zahlen liegen leicht über den Erwartungen der Analysten, doch die Anleger zeigten sich kritisch. Am Vormittag verlor der Aktienkurs von Adecco deutlich und stand um 13 Uhr um 7,1 Prozent im Minus.

(rcv/laf/sda/awp)