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Aderlass bei Bertelsmann: 1000 Stellen weg

Der Medienkonzern muss sich von 1000 Mitarbeitern trennen. (Bild: Keystone)

Die Medienkrise erreicht auch Bertelsmann. Der deutsche Konzern muss aus Kostengründen seine Druckerei in Norddeutschland schliessen - mit Konsequenzen für die Mitarbeiter.

Veröffentlicht am 06.02.2013

Die Krise der Druckbranche fordert ihr nächstes grosses Opfer. Der Medienkonzern Bertelsmann schliesst seine Druckerei im norddeutschen Itzehoe mit mehr als 1000 Beschäftigten.

Damit fallen bei der Konzerntochter Prinovis - Europas grösstem Tiefdruckkonzern - mehr als ein Viertel der 3800 Stellen weg. Am Standort Itzehoe, wo die Magazine «Spiegel» und «Stern» sowie Kataloge für Ikea und Otto gedruckt werden, arbeite nicht mehr wirtschaftlich, teilte Prinovis mit. Der Betrieb an dem 130 Jahre alten Standort soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres auslaufen.

Auf die Aufträge dürfen sich nun die übrigen Druckereien des Konzerns Hoffnungen machen, die ebenfalls mit schwindender Auslastung kämpfen. Das Unternehmen, an dem auch Axel Springer beteiligt ist, betreibt neben Itzehoe weitere Druckereien im benachbarten Ahrensburg, in Dresden und Nürnberg sowie im britischen Liverpool. Ende 2008 schloss Prinovis bereits seine Druckerei im hessischen Darmstadt.

(muv/chb/sda)

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