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Bremse
Adidas schwächelt wegen Russland

Kleider von Adidas: Der Konzern wächst nur langsam. Keystone

Der Sportartikelhersteller wächst 2014 nur wenig. Vor allem der Rubelverfall verursachte millionenschwere Einbussen. Negativ dürfte sich nun auch der Verkauf des Schuhherstellers Rockport auswirken.

Veröffentlicht am 23.01.2015

Das schwache Russlandgeschäft und der Konzernumbau haben den Sportartikelhersteller Adidas im vergangenen Jahr wie erwartet ausgebremst. So stieg der Umsatz nur um zwei Prozent auf 14,8 Milliarden Euro, lag damit aber im Rahmen der eigenen Erwartungen, wie der Konzern überraschend mitteilte.

Konzernweit stiegen die Erlöse ohne Berücksichtigung von Wechselkursen allerdings um sechs Prozent. Seine Umsatzprognose hatte Adidas im Sommer gesenkt. Die Aktie legte am Morgen zum Handelsstart um mehr als drei Prozent zu.

Russland belastet

Das im Sommer gesenkte Gewinnziel erreichte Adidas mit 650 Millionen Euro. Hier belastete der Umbau im Golfgeschäft TaylorMade. Zudem drückte das Russlandgeschäft wegen der fortschreitenden deutlichen Abschwächung der dortigen Währung mit einer Abschreibung von rund 80 Millionen Euro. Russland ist einer der wichtigsten Märkte für Adidas. Ende September 2014 betrieb der Konzern dort mehr als 1100 Läden.

Eine zusätzlich Belastung ist auch die auch der von Adidas bekanntgegebene Verkauf des US-Schuhherstellers Rockport. Das werde sich negativ mit einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag auswirken, hiess es.

Rockport an New Balance

Der Sportartikelhersteller Adidas verkauft den US-Lederschuhhersteller Rockport an den Sportschuh-Konkurrenten New Balance und den Finanzinvestor Berkshire Partners. Das rund 280 Millionen Dollar schwere Geschäft geht voraussichtlich 2015 über die Bühne, wie Adidas mitteilte.

«Die Marke Rockport hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt», sagte Adidas-Chef Herbert Hainer. «Unser Fokus liegt jedoch ganz klar auf Sport.» Für diese Strategie sei der Geschäftsbereich Lederschuhe «nicht wesentlich». Wie Adidas mitteilte, müsse das Unternehmen wegen des Deals im Jahr 2014 einen zweistelligen Millionenbetrag abschreiben.

(sda/awp/dbe/ama)

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