Adidas übernimmt für rund 70 Millionen Dollar den deutlich kleineren Golfspezialisten Adams Golf. «Diese Akquisition zeigt unsere Entschlossenheit, in der Golfkategorie weiter zu wachsen», sagte Adidas-Chef Herbert Hainer. Mit der Übernahme solle das Produktangebot erweitert werden.

Während TaylorMade-Adidas auf jüngere Golfer und solche mit einem niedrigen bis mittleren Handicap spezialisiert ist, liegt der Adams-Fokus auf älteren und weiblichen Spielern. Dabei werden Schläger für alle Leistungsstufen angeboten.

Die Adidas-Golfsparte kam 2011 auf einen Umsatz von über einer Mrd. Euro - bei Gesamterlösen des Branchenzweiten nach Nike von 13,3 Milliarden Euro. Adams Golf aus dem US-Bundesstaat Texas setzte umgerechnet 73 Millionen Euro um.

Für die Golf-Marke bezahlt Adidas pro Aktie 10,80 Dollar in bar. «Das bedeutet einen Aufschlag von circa 71 Prozent auf den Aktienkurs vor der Ankündigung von Adams Golf am 4. Januar 2012, dass das Unternehmen strategische Alternativen prüfe», hiess es in einer Adidas-Mitteilung. Zuletzt lag der Kurs am Freitag bei 9,86 Dollar. Adidas will den Deal aus seinem Barbestand oder mit bestehenden Krediten finanzieren.

Widerstand gegen die Übernahme ist nicht in Sicht: Adidas hat eigenen Angaben zufolge bereits eine Zusage von Anteilseignern, die rund 35 Prozent der Aktien kontrollieren. Ferner habe das Adams-Management der Transaktion zugestimmt. Bis Mitte 2012 soll das Projekt abgeschlossen sein.

(chb/vst/sda)