Der politische Umbruch in Ägypten hinterlässt deutliche Spuren im Halbjahresergebnis des Bau- und Hotelkonzerns Orascom. Das Unternehmen des ägyptischen Investors Samih Sawiris verbuchte einen Umsatzrückgang um 62 Prozent auf 106,7 Millionen Franken.

Der Bruttogewinn brach um 81 Prozent auf 16,3 Millionen Franken ein, wie die an der Schweizer Börse SIX kotierte Orascom mitteilte. Unter dem Strich ergab sich ein Verlust von 13,7 Millionen Franken, nach einem Gewinn von 50,9 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2010.

Wegen der ägyptischen Revolution seien die Aktivitäten im wichtigsten Markt während rund 50 Tagen praktisch still gestanden, heisst es in der Mitteilung.

Immobilien besonders schwer getroffen

Besonders schwer traf es den Geschäftsbereich Immobilien und Bau, dessen Erträge um 78 Prozent auf 28 Millionen Franken einbrachen. Aber auch die Hotelsparte als wichtigster Geschäftszweig litt unter dem Zusammenbruch der Tourismus-Industrie infolge der Unruhen.

In dem Segment tauchte der Umsatz um 43 Prozent auf 54 Millionen Franken. Die Belegungsrate in Ägypten sank auf 46 Prozent, obwohl sich die Nachfrage im zweiten Quartal langsam verbesserte.

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Demgegenüber lagen die Resultate in der Schweiz und den übrigen europäischen Märkten gemäss Orascom im Rahmen der Erwartungen. Das Geschäft solle in Zukunft geografisch breiter abgestützt und das Risiko diversifiziert werden.

Eine konkrete Prognose für das zweite Halbjahr gab Konzern aber nicht ab. Die Immobilienverkäufe seien tiefer und die Auslastung der Hotels liege weiterhin unter dem üblichen Niveau.

(laf/tno/sda)