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Ärger im britischen Luftraum: Virgin wehrt sich gegen BMI-Übernahme

Virgin-Gründer und -Präsident Richard Branson kritisiert die «vollkommene Markt-Dominanz». (Bild: Keystone)

Lufthansa hat das Sorgenkind British Midlands verkauft - doch dagegen regt sich nun Widerstand: Virgin Atlantic um Firmengründer Richard Branson will gegen den Kauf durch die British-Airways-Mutter vo

Veröffentlicht am 16.04.2012

Die britische Fluglinie Virgin Atlantic will gegen die Übernahme der Ex-Lufthansa-Tochter British Midlands (BMI) durch die British-Airways-Mutter IAG vorgehen. Man werde bei der Europäischen Kommission formal Einspruch dagegen einlegen, erklärte eine Virgin-Sprecherin. Durch die Übernahme werde der Wettbewerb am Flughafen London-Heathrow ernsthaft gefährdet.

Die International Airlines Group (IAG), zu der sich British Airways (BA) und die spanische Fluglinie Iberia zusammengeschlossen haben, bekomme durch die BMI-Übernahme «vollkommene Markt-Dominanz». «Wir werden gegen jeden Aspekt dieses Prozesses vorgehen», kündigte Virgin-Gründer und Präsident Richard Branson an. Sollte es zu der Übernahme kommen, werde die britische Luftverkehrsbranche zweifellos für Jahre schwer geschädigt.

BMI gehörte bisher zur Deutschen Lufthansa. Die IAG kaufte die defizitäre Fluglinie für 172,5 Millionen Pfund. Ziel dabei war vor allem, sich begehrte Slots für Starts und Landungen am grössten europäischen Flughafen Heathrow zu sichern. Die EU-Wettbewerbskommission hatte die Transaktion Ende März unter Auflagen genehmigt. So muss BA einige der zusätzlichen Slots an andere Fluggesellschaften abgeben.

Virgin kritisiert, dass dies weniger als ein Viertel des früheren BMI-Netzwerkes betraf. Auf einigen Routen wie etwa London-Manchester werde der Wettbewerb vollkommen ausgelöscht.

(vst/tno/awp)

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