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Kritik
Aeropers-Piloten schiessen gegen Swiss-Strategie

Umbau stösst auf Kritik: Aeropers fordert bessere Arbeitsbedingungen.  Keystone

Die Airbus-Piloten lehnen die neue Strategie der Swiss ab. Sie dürfe sich nicht in einen ruinösen Wettlauf mit den Billiganbietern begeben, fordert Aeropers.

Von Tim Höfinghoff und Marcel Speiser
am 08.10.2014

Die ambitionierte Expansionsstrategie von Swiss-Chef Harry Hohmeister stösst bei den Airbus-Piloten der Swiss auf Ablehnung. «Wir machen uns grosse Sorgen um unsere Firma und wie sie geführt wird», sagt Aeropers-Geschäftsführer Henning Hoffmann gegenüber der «Handelszeitung».

Hohmeister will in den kommenden Jahren rund 5 Milliarden Franken in neue Jets, neue Routen und neue Sitze stecken. Gleichzeitig will er die Schraube bei den Arbeitsbedingungen der Piloten anziehen und verlangt mehr Produktivität. «Wieso soll das Swiss-Personal die neuen Flugzeuge durch immer schlechter werdende Arbeitsbedingungen finanzieren, anstatt dass sich die Swiss das Kapital zum Beispiel auf dem Kapitalmarkt besorgt», fragt sich Hoffmann.

Personal zahlt die Zeche

Insbesondere Hohmeisters Vorhaben, der Swiss teilweise ein ähnliches Geschäftsmodell zu verpassen, wie es Billigflieger wie Ryanair oder Easyjet haben, halten die Aeropers-Piloten für riskant: «Die Strategie des Managements geht nicht auf. Selbst wenn wir Piloten gratis fliegen würden, wäre die Swiss immer noch teurer als die Billig-Airlines», sagt Hoffmann.

Er fügt an, dass Easyjet das Cockpit-Personal besser bezahlen würde als die Swiss. Hohmeister entgegnet: «Wir müssen noch viel Aufklärungsarbeit leisten. Nicht alle Piloten haben den Ernst der Lage erkannt.»

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