Der Kranken- und Unfallversicherer Swica hat im Geschäftsjahr 2010 mit 2,72 Milliarden Franken 5,6 Prozent mehr Prämieneinnahmen eingenommen als im Vorjahr. Die Versicherungsleistungen erhöhten sich um 3,2 Prozent auf 2,40 Milliarden Franken.

Trotz eines um fast ein Drittel tieferen Kapitalergebnisses, das bei 57,9 Millionen Franken zu liegen kam, stieg das Unternehmensergebnis kräftig an: Unter dem Strich blieben der Gesundheitsorganisation 26,6 Millionen Franken, nach 2,1 Millionen im Vorjahr.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben seine finanzielle Stabilität verbessern können. Ende Jahr zählte die Swica knapp 1'123'000 Versicherte, etwa  20'000 mehr als 2009. Mehr als 70 Prozent der Versicherten hätten sich inzwischen für ein alternatives Versicherungsmodell entschieden, teilte die Swica mit.

Sanitas wieder in den schwarzen Zahlen

Deutlich besser geht es auch dem Krankenversicherung Sanitas. Sie ist im Geschäftsjahr 2010 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Ergebnis der operativen Gesellschaften liegt bei 16,3 Millionen Franken, nach einem Verlust von 70,5 Millionen Franken im Vorjahr. Dem Prämienertrag von 2,47 Milliarden Franken (Vorjahr 2,27 Milliarden Franken) stehen Versicherungsleistungen von 2,25 (2,23) Milliarden gegenüber, wie es in einer Mitteilung hiess.

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Der Grossteil des Gewinnes von 15,3 Millionen Franken kommt von den Zusatzversicherungsgesellschaften. Die Grundversicherungsgesellschaften wiesen zusammen einen kleinen Gewinn von knapp einer Million Franken aus.

Zusatzversicherungen äusserst lukrativ

Das positive Ergebnis der Gruppe führt zu einer Erhöhung des konsolidierten Eigenkapitals auf 683 von 664 Millionen Franken und zu einer Stärkung der Kapitalbasis. Die verbesserte finanzielle Situation sei einerseits die Folge von notwendigen Prämienanpassungen in den letzten beiden Jahren. Infolgedessen stieg der Versichertenbestand der Sanitas Gruppe Ende 2010 zwar von 830'115 auf 882'023, nahm aber auf den 1. Januar 2011 wieder um rund 40'000 Personen ab. Die Prämiensituation führt aber auch dazu, dass die Grundversicherungsgesellschaften per Ende 2011 ihre Reservenquoten deutlich verbessern werden. Geplant ist, die vom Bundesamt für Gesundheit verlangten Reservenquoten per 31. Dezember 2011 wieder zu erreichen.

Geschäftsleitung neu besetzt

Sanitas setzte am 1. April 2011 eine stärker funktional ausgerichtete Organisation um. Gleichzeitig kam es zu Veränderungen in der Geschäftsleitung: Sanjay Singh übernimmt neu die Leitung des Departements Leistungen. Er ersetzt den bisherigen Departementsleiter Beat Schläfli, der neuer Leiter Gesundheitsökonomie von Sanitas wird. Neu in der Geschäftsleitung Einsitz nimmt auch Christof Gerber, der das Angebot "Compact" mit über 52'000 Versicherten aufgebaut hat.

(rcv//laf/awp/sda)