Die Gesundheitsgruppe Aevis Victoria kommt beim geplanten Kauf der Privatklinik Générale Beaulieu (GBH) voran. Aevis sei im Rahmen der Übernahmeofferte bereits mehr als 45 Prozent der GBH-Aktien angedient worden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Aevis hat unlängst Konkurrenz von dem privaten Genfer Gesundheitsunternehmen Clinique des Grangettes erhalten. Dieses will den GBH-Aktionären bis am 5. Oktober ein Gegenangebot bestehend aus einem Aktientausch und der Schaffung eines gemeinsamen Unternehmens vorlegen. Das Angebot von Les Grangettes betrifft früheren Angaben zu Folge alle Aktien von Générale-Beaulieu, die noch nicht von Aevis gekauft wurden.

Zahlen bestätigt

Daneben hat Aevis Victoria den definitiven Halbjahresbericht 2016 publiziert. Die Zahlen sind identisch mit der Vorankündigung des Halbjahresresultats vom 16. September 2016.

Seinerzeit hiess es: Mehr Umsatz, deutlich mehr Gewinn. Der Gruppenumsatz wuchs auf 294 Millionen Franken, der Reingewinn (Ebit) stieg auf über 20 Millionen Franken. Ein deutliches Wachstum verzeichnete das Spitalsegment. Im Hotelsegment hingegen bekam Aevis Victoria die geringere Reiselust von Ausländern nach den Terroranschlägen in Europa zu spüren.

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Neues Standbein

Neben dem weiteren Ausbau der Spitalsparte setzt Aevis Victoria auch auf Telemedizin. Im Januar übernahm die Gruppe dazu eine Beteiligung im Umfang von 40 Prozent an der Medgate-Gruppe, ein Anbieter von telemedizinischen Dienstleistungen in der Schweiz. Seit Juli ist die Gruppe auch an der börsenkotierten Lifewatch beteiligt.

(sda/ise/cfr)