Das in der Vermarktung von Aussenwerbung tätige Unternehmen Affichage steigerte den Konzern-Umsatz 2011 um 2,5 Prozent auf 311,8 Millionen Franken. Der Ebit betrug 56,1 Millionen nach -39,1 Millionen. Das Nettoergebnis wird mit 41,8 Millionen Franken ausgewiesenen nach einem Minus von 52,3 Millionen Franken im Vorjahr. Neben der operativen Wiedererstarkung sei die Verbesserung nicht zuletzt auf den Wegfall von Impairments auf immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen, schreibt die Gesellschaft.

7 Franken Dividende geplant

Als Folge der besseren Ertragslage soll die Dividendenzahlung wieder aufgenommen werden. Der Verwaltungsrat schlägt die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende von 5,00 CHF vor. Zusätzlich dazu soll eine Sonderdividende von 2 Franken pro Aktie ausgerichtet werden. In den beiden Vorjahren mussten die Aktionäre auf eine Dividende verzichten.

Die ausgewiesenen Zahlen liegen bezüglich Gewinngrössen leicht über den Erwartungen der Analysten von ZKB und Vontobel.

2011 habe für Affichage sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene entscheidende Fortschritte gebracht, so der Aktionärsbrief. Es sei gelungen, innert kürzester Zeit «einen eigentlichen Turnaround» zu erzielen.

Im Zentrum der Neuausrichtung stand dabei insbesondere die Re-Fokussierung auf den Heimmarkt Schweiz bzw. die Bereinigung des Auslands-Portfolios. Mit Ausnahme von Rumänien, wo der definitive Rückzug noch aussteht, hat sich Affichage mittlerweile aus allen ausländischen Problemländern zurückgezogen. Verbleiben will die Gruppe einzig in Serbien.

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Vor diesem Hintergrund verminderte sich der im Ausland erwirtschaftete Umsatz 2011 um knapp 31 Prozent auf noch 31,2 Millionen Franken. Der Ebitda im Auslandsgeschäft betrug 8,8 Millionen Franken nach -12,5 Millionen im Vorjahr.

Heimmarkt profitiert von Wahlen

Im Heimmarkt Schweiz stiegen die Erlöse um 8,3% auf 280,6 Mio CHF. Der EBITDA verbesserte sich um 5,6% auf 71,8 Mio, was einer leicht gesunkenen EBITDA-Marge von 25,6% entspricht. Nachdem bereits im ersten Semester ein Umsatzzuwachs um 7,5% erreicht wurde, beschleunigte sich das Wachstum in den zweiten sechs Monaten auf 8,8%. Rückenwind hätten dabei insbesondere die nationalen Wahlen im Herbst sowie neue elektronische Produkte geboten, so die Mitteilung weiter.

Wieder erstarkt präsentiert sich auch die Affichage-Bilanz. Die Nettoverschuldung des Vorjahres von 4,1 Mio hat sich per Jahresende 2011 in eine Net Cash Position von 62,5 Mio gewandelt. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 123,7 Mio von 99,8 Mio, die entsprechende Quote betrug damit 39,7 Prozent nach 36,3 Prozent. Der Free Cashflow verdoppelte sich auf 67,4 Millionen Franken.

Positiver Start ins neue Jahr

Mit Blick auf das laufende Jahr zeigt sich Affichage sehr vage: Die unklaren makroökonomischen Rahmenbedingungen und die damit verbundenen Einflüsse auf die Werbewirtschaft würden derzeit eine aussagekräftige Guidance 2012 verunmöglichen.

Trotz eines bezüglich Auftragseingang bislang positiven Jahresbeginns, rechnet das Management im weiteren Verlauf mit einem kurzfristig orientierten, volatilen Buchungsverhalten, welches sich an den konjunkturellen Entwicklungen orientieren werde. Die vielfältigen Massnahmen, die zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit getroffen worden seien, würden für die Zukunft optimistisch stimmen, so die Einschätzung.

Vinkulierung soll weg, neuer Name vorgeschlagen

Mit der Publikation der Jahresergebnisse gab die Gruppe zudem bekannt, dass der kommenden Generalversammlung die Abschaffung der bisherigen Beschränkung des Stimmrechts auf 5 Prozent beantragt werden soll.

Als Teil der Re-Fokussierung auf den Heimmarkt soll nun auch die Markenführung auf Stufe Holding angepasst und in diesem Zusammenhang die Marke Affichage Holding abgelöst werden. Der Generalversammlung werde deshalb beantragt, per Juli 2012 einer Umfirmierung in APG|SGA AG zuzustimmen.

Seit Mitte Februar amtete Christian Gotter als neuer Leiter des Bereiches Logistik. Er ersetzte in dieser Funktion Walter Oeschger, der in Pension gehe.

(chb/awp)