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Strategie
AFG hinkt beim Umbau hinterher

Hauptsitz in Arbon: Der AFG-Umbau ist noch nicht in trockenen Tüchern. Arbonia-Forster

Der Bauausrüster Arbonia Forster liefert für das erste Halbjahr enttäuschende Ergebnisse – und hat zudem deutlichen Rückstand auf die sich selbst auferlegte Marschtabelle.

Veröffentlicht am 07.08.2014

Die strategische Umbau beim Bauausrüster Arbonia Forster (AFG) ist weniger weit fortgeschritten als erwartet. Im ersten Halbjahr entwickelten sich Umsatz und Ertrag daher unbefriedigend, wie das Unternehmen mitteilte. Bis Ende Jahr will AFG den Rückstand teilweise aufholen.

Im ersten Halbjahr sank der devestitions- und akquisitionsbereinigte Umsatz um 0,4 Prozent auf 447 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn (Ebit) reduzierte sich deutlich von 18,4 Millionen Franken im Vorjahr auf noch 5,8 Millionen Franken. Das Halbjahr schloss damit mit einem Nettoverlust von 2,6 Mio. Franken, nachdem im Vorjahr noch ein Halbjahresgewinn von 2,9 Millionen Franken geschrieben worden war.

Intensiverer Wettbewerb

Der Importdruck im Schweizer Markt habe sich weiter beschleunigt und in den Heimmärkten Deutschland und Schweiz habe sich der Wettbewerb intensiviert, schreibt AFG in ihrer Mitteilung vom Donnerstag. Eine grosse Herausforderung bleibe auch das internationale Marktumfeld. So führte etwa die Ukraine-Krise zu einem schwachen Rubel und damit zu ungünstigen Währungseffekten im Heiztechnik-Geschäft.

Von den drei Divisionen Gebäudetechnik, Gebäudehülle und Gebäudesicherheit resultierte einzig bei der Gebäudetechnik eine Umsatzsteigerung - und zwar von 4,7 Prozent auf 216,4 Millionen Franken. Das Spartenergebnis blieb trotz des stärker gewordenen Wettbewerbs stabil bei 16,1 Millionen Franken.

Importdruck im Fenstermarkt

Der Umsatz der Division Gebäudehülle ging um 5 Prozent auf 163,3 Millionen Franken zurück, es resultierte ein negatives Betriebsergebnis von 0,9 Millionen Franken. Der hohe Importdruck im Fenstermarkt Schweiz, vor allem bei den Kunststofffenstern, drückte auf die Verkäufe, wie es hiess.

AFG verlagert derzeit, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, die Produktion von Kunstofffenstern in die Slowakei. Dieser Prozess schreite plangemäss voran und zeige erste positive Effekte, so die AFG.

Die Division Gebäudesicherheit schloss das Halbjahr mit einem um 6,5 Prozent rückläufigen Umsatz von 66,3 Millionen Franken und einem Betriebsergebnis von 2,7 Millionen Franken (-6,4 Prozent). Bei den Forster Profilsystemen drückte die angespannte Lage in der Ukraine und die Schwäche des Rubels aufs Geschäft. Projekte in Russland, Deutschland und im Mittleren Osten verzögerten sich.

Gute Auftragslage

AFG gibt sich dennoch optimistisch, die gesetzten Ziele bis zum Jahresende teilweise aufholen zu können. Die Auftragslage der meisten Gesellschaften sei gut. Ein besserer Sortimentsmix, neue Produkte und weitere Kostensenkungsmassnahmen sollen dafür sorgen, verlorenes Terrain teilweise wieder zurückzugewinnen.

(sda/vst/ama)

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