Das erste Aha-Erlebnis habe ich sonst ein notorischer Passiv-Sportler und im Wellness-Bereich bislang genau so zu Hause wie auf dem Mond nach der Nachtruhe im Hotelzimmer: So gut und entspannt habe ich schon lange nicht mehr geschlafen!

Der Grund war nicht nur das opulente Nachtessen, sondern das Programm, das ich mit Health-Club-Leiter Thomas Degen tags zuvor absolviert hatte: Zuerst ein «Nordic Walking» mit Stöcken in den idyllischen Weinbergen von Maienfeld. Das sieht zwar etwas doof aus, wirkt aber sehr animierend, weil man im Gegensatz zum normalen Herumlaufen den ganzen Körper bewegt. Dann eine Massage, die der Masseur mittels Mandelöl und heissen Steinen vollzogen hat. Also keine Kneterei mit zwickenden Muskeln, sondern angenehm entspannend. Danach das volle Programm im Thermalbad mit Whirlpool, Sauna und Kneipp-Graben. Und schliesslich bin ich im Chillout-Raum zum Ausruhen aufs Wasserbett gesunken und habe zufrieden am Eisenkraut-Tee genippt. «Das ist Wellness», hat mir der Masseur gesagt und ich ahnte jetzt, was er damit meinte.

Wellness sells

Wellness ist in der Hotellerie ein wichtiges Verkaufsargument. Rund 80 Häuser des Schweizer HotelierVereins werben mittlerweile mit entsprechenden Angeboten um Kundschaft und nehmen dabei immer mehr auch Männer und gestresste Geschäftsleute ins Visier. Das gilt auch für die Grand Hotels Bad Ragaz, die gemäss Manager Hans E. Koch das Angebot für diese Zielgruppe ständig ausbauen etwa mit Anti-Aging-Kuren oder Beauty-Programmen für Männer, die sich auch in Europa zu etablieren beginnen.

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Ständige Innovationen sind nötig im Wellness-Geschäft, das von schnelllebigen Trends geprägt ist. Und die Konkurrenz schläft nicht. In Österreich schiessen Wellness-Tempel wie der Lanserhof bei Innsbruck wie Pilze aus dem Boden, und in der Schweiz buhlen auch Tagungszentren im Stil des Panorama Resort & Spa in Feusisberg um Kunden, die Business und Wellness verbinden wollen.

öfter mal was Neues

Ein Haus wie der Qellenhof, der 1998 von Gault Millau zum Hotel des Jahres gekürt wurde, muss solche Konkurrenz zwar nicht fürchten. Die luxuriöse Infrastruktur mit Golfplatz, das umfassende Wellness- und Rehabilitationsangebot und die schöne Lage im Rheintal bescheren den Grand Hotels Bad Ragaz eine Auslastungsquote, von denen andere Hotels derzeit nur träumen können. Bei rund 85% liegt sie und ist laut Koch stabil.

Doch Koch will seine Stammkundschaft natürlich erneuern und vermehrt auch eine jüngere Klientel ansprechen gerade mit Wellness. «Dran bleiben» heisst seine Devise, und er lässt sein Wellness-Team deshalb öfter mal ausschwärmen, um neue Trends zu checken und das Angebot zu optimieren. Das gilt auch für das vom Chefarzt Beat Villiger geführte medizinische Zentrum, das der Gesundheits-Prophylaxe einen hohen Stellenwert einräumt.

Dass vorbeugende Massnahmengegen mangelnde Fitness Sinn machen, wird mir am Schluss meines Wellness-Tests klar beim zweiten Aha-Erlebnis während einer Body-Forming-Übung: Nach sieben Minuten falle ich bei den zackigen Bewegungen der Vorturnerin aus dem Tritt, nach neun verliere ich den Anschluss und nach elf Minuten geht mir die Puste aus! Zum Glück sehen die wesentlich fitteren Damen um mich herum galant über mein mediokres Gezappel hinweg und lächeln mich freundlich an. Danke! Ich habe die Lektion verstanden. Wellness und Fitness gibts nicht umsonst. Man muss schon etwas dafür tun. Aktiv und auch im Alltag.

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Grand hotels Bad ragaz

Grosses Angebot

Das 5-Sterne-Haus Quellenhof und das 4-Sterne-Hotel Hof Ragaz bieten zahlreiche zielgruppenspezifische Wellness-, Health- und Beauty-Arrangements an. Informationen dazu gibts online oder über Tel. 00800 80 12 11 10. Vom 29. November bis 20. Dezember sind «Adventszauber-Wochen» buchbar, mit 10% Rabatt auf die Hotelpreise. Am 27. Dezember wird in Bad Ragaz zudem das neue Casino eröffnet. Online-Infos zu allen Schweizer Wellness-Hotels gibts beim Hotelier-Verein und via Schweiz Tourismus.