Die Österreichisch-Südtiroler Regionalfluglinie Air Alps mit Sitz in Innsbruck wird liquidiert. Im November 2012 war bereits der Flugverkehr zwischen Bozen und Rom eingestellt worden. Nun seien alle Bemühungen um Investoren gescheitert.

Aber im Zuge der Liquidation würden alle Gläubigerinteressen erfüllt, versicherte die Airline am Dienstag. Auch das Mutterunternehmen Welcome Air und das Schwesterunternehmen Tyrol Air Ambulance blieben von der Liquidation unberührt.

Bis zuletzt hatte man sich Hoffnungen gemacht, dass die russische Investorengruppe REFCA oder ein Interessent aus der EU einsteigen könnten.

Keiner der beiden habe aber ein Erfolg versprechendes Konzept vorlegen können, deshalb «sehen wir keine Möglichkeit mehr, den Flugbetrieb wieder aufzunehmen», schreibt Welcome Air Chef Manfred Helldoppler. Welcome Air hielt 76 Prozent an der Air Alps.

Von der Liquidation sind 18 Mitarbeiter in Österreich betroffen. «Etwa die Hälfte» könne bei der Tyrol Air Ambulance unterkommen. Für die anderen werde eine «sozial verträgliche Lösung» gesucht.

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Air Alps gehörte seit Dezember 2009 mehrheitlich zur Welcome Air Group mit Sitz im österreichischen Innsbruck. Die Firma setzt rund 40 Millionen Euro pro Jahr um und befördert mit einer Flotte von 12 Flugzeugen rund 120'000 Passagiere. Welcome ihrerseits ist eine 100-prozentige Tochter der Remi Finanz- und Verwaltungs AG. Die Beteiligungsgesellschaft hat ihren Sitz im St. Gallischen Gossau. Gemäss Welcome-Geschäftsführerin Sabine Mertens überlegt sich das Unternehmen, die in arger Geldnot steckende Tochter zu übernehmen.

(chb/sda)