Die auf 2013 verschobene Berliner Flughafen-Eröffnung bringt Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn zur Weissglut. «Dies ist völlig unakzeptabel und fügt Berlin als Flughafen-Drehkreuz einen kaum mehr reparablen und deshalb unerträglichen Image-Schaden zu», teilte Deutschlands zweitgrösste Airline am Donnerstag mit. Sie befördert in der Hauptstadt ein Drittel der Passagiere und ist damit der grösste Kunde des Flughafens.

«Wir erleiden dadurch nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen Imageschaden für unser Drehkreuz, der finanziell kaum zu beziffern ist», kritisierte Mehdorn. Seine bisherige Heimatbasis Tegel sei für das geplante Drehkreuz für Umsteigeverkehr viel zu klein und völlig ungeeignet. Mehdorn hatte sich nach der geplatzten Eröffnung in diesem Juni für einen Betriebsstart Ende Oktober stark gemacht.

Auch Easyjet als Nummer drei am Himmel über Berlin hatte sich für eine Termin nach dem Sommerflugplan stark gemacht. Deutschlandchef Thomas Haagensen zeigte sich am Donnerstag dennoch erfreut, dass mit dem neuen Termin 17. März 2013 nun für Sicherheit und Klarheit gesorgt sei. »Wir freuen uns auf den neuen Grossflughafen BER in 2013 und werden jetzt warten, bis alle Bauarbeiten abgeschlossen sind.»

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(laf/awp)