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Probleme
Air Berlin: Manager und Piloten müssen verzichten

Air-Berlin-Flieger in Zürich: Nun geht es ans Eingemachte. Keystone

Air Berlin kämpft seit Jahren mit grossen finanziellen Problemen. Sanierungsrunden und Chefwechsel brachten nichts. Nun hat die Airline Piloten und Managern Gehaltseinbussen abgerungen.

Veröffentlicht am 07.02.2016

Die krisengeplagte Fluggesellschaft Air Berlin hat Piloten und Managern Gehaltseinbussen abgerungen. Ein Firmensprecher sagte am Samstag, rund 80 Führungskräfte bekämen dieses Jahr fünf bis zehn Prozent weniger Geld. Auch die Piloten würden ihren Beitrag zum Sparkurs leisten, ergänzte er.

Dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» zufolge verzichten 1250 Flugzeugführer 2016 auf ihre bereits 2013 ausgehandelte Gehaltserhöhung von vier Prozent. Ferner solle eine Urabstimmung im Herbst darüber entscheiden, ob auch 2017 auf eine Anhebung verzichtet werde. Von der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Sanierungsrunden und Chefwechsel

Die nach der Lufthansa zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft steckt seit längerem in der Krise - auch mehrere Sanierungsrunden und Chefwechsel brachten kaum Erfolg. In den vergangenen sieben Jahren flog Air Berlin nur einmal einen Konzernüberschuss ein.

Die arabische Fluggesellschaft Etihad, die knapp 30 Prozent an dem Berliner Unternehmen hält, half bereits mit Finanzspritzen. Der seit einem Jahr amtierende Konzernchef Stefan Pichler hat für dieses Jahr eine Wende angekündigt. Die neue Strategie sieht neben Kostensenkungen den Ausbau profitabler Langstreckenflüge und eine stärkere Ausrichtung auf Firmenkunden vor.

(reuters/gku)

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