Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin trennt sich einem Magazinbericht zufolge voraussichtlich von etwa 200 Piloten. Es gebe einen Personalüberhang, berichtete der «Focus» am Freitag laut Vorabbericht.

Eine Air-Berlin-Sprecherin lehnte einen Kommentar dazu ab und sagte nur, die künftige Netzstruktur werde noch geprüft. Die nach der Lufthansa zweitgrösste deutsche Fluglinie sondiert derzeit, wie sie die Kosten senken kann.

In vier Jahren eine Milliarde verloren

Es soll geklärt werden, welche Teile des Unternehmens ausgegliedert oder mit einem Partner zusammengelegt werden können. «Ob wir die Anzahl der Flüge noch einmal in diesem Jahr reduzieren werden, entscheiden wir erst in Kürze», sagte der seit Februar amtierende Konzern-Chef Stefan Pichler dem «Focus».

Air Berlin flog in den vorigen vier Jahren operativ mehr als eine Milliarde Euro Verlust ein. Die schnell wachsende Fluglinie Etihad aus dem Golf-Emirat Abu Dhabi hält seit 2011 knapp 30 Prozent der Air-Berlin-Aktien und bewahrte das Unternehmen wiederholt mit Geldspritzen vor dem Aus. Für nächstes Jahr peilt Air Berlin operativ schwarze Zahlen an.

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(reuters/gku/hon)