Die Fluggesellschaft Air France-KLM sieht nach tiefroten Zahlen im vergangenen Jahr Licht am Horizont. Unter dem Strich steckte das französisch-niederländische Unternehmen mit 1,83 Milliarden Euro (2,23 Milliarden Franken) anderthalb Mal so tief in der Verlustzone wie ein Jahr zuvor.

Das Management machte Abfindungen für entlassene Mitarbeiter, eine hohe Steuerlast, den Wertverlust der Alitalia-Beteiligung und Kosten für den geplanten Verkauf der Tochter CityJet verantwortlich. Operativ lief es besser als von Analysten erwartet. Im laufenden Jahr will Air France-KLM die Früchte des Sparkurses ernten und dank niedrigerer Kosten wieder schwarze Zahlen schreiben.

Tausende Jobs abgebaut

Air France-KLM hat mit dem Abbau Tausender Arbeitsplätze auf anhaltende Verluste im Fluggeschäft reagiert. Seit 2011 seien 7500 Arbeitsplätze gestrichen worden, allein die Hälfte davon im vergangenen Jahr, hiess es. Bis 2015 sollen 10'000 Jobs wegfallen.

Die Gesellschaft leidet unter dem harten Wettbewerb in Europa, wo Billigflieger den klassischen Fluglinien Geschäft abnehmen. Zudem läuft das Frachtgeschäft schlecht. Der Umsatz von Air France-KLM blieb 2013 mit 25,5 Milliarden Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei belastete der starke Euro die Entwicklung.

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Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schlug sich das Sparprogramm bereits positiv nieder: Er stieg um ein Drittel auf 1,86 Mrd. Euro. Im Jahr 2014 soll das Ebitda auf rund 2,5 Milliarden Euro wachsen.

(sda/me/sim)