Die Fluggesellschaft Air France-KLM will der Lufthansa-Tochter Eurowings möglicherweise bei Billigflügen auf der Langstrecke Konkurrenz machen. Das französisch-niederländische Unternehmen werde im November über den Aufbau eines Billig-Langstreckengeschäfts entscheiden, sagte Air-France-KLM-Chef Jean-Marc Janaillac am Dienstag auf einer Tourismusmesse in Paris.

Derzeit kämpft die Konzerntochter Air France infolge der Terroranschläge in Frankreich mit sinkenden Passagierzahlen. Trotz der Probleme werde Air France-KLM 2016 aber mit einem Gewinn abschliessen, sagte Janaillac.

Wie Eurowings, Norwegian und Wow Air

Mit dem Aufbau eines Billigangebots auf der Langstrecke würde sich Air France-KLM auf einen relativ neuen Markt wagen, an dem sich in Europa bisher neben der Lufthansa-Tochter Eurowings etwa der norwegische Billigflieger Norwegian und die isländische Wow Air versuchen.

Bisher ist die Air-France-KLM-Billigtochter Transavia lediglich auf der Kurz- und Mittelstrecke aktiv und fordert etwa die Lufthansa an deren Drehkreuz München heraus. Die deutsche Fluggesellschaft will ihre Billigtochter Eurowings daher ab kommendem Jahr auch in München antreten lassen.

(awp/gku)