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Air France KLM tief in der Verlustzone

Air France konnte den operativen Verlust überraschend eindämmen. (Bild: Keystone)

Viereinhalb mal so viel Verlust wie noch vor einem Jahr - Air France KLM ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Aber die Airline hatte auch positives zu vermelden.

Veröffentlicht am 30.07.2012

Hohe Abschreibungen und teurer Treibstoff haben die Fluggesellschaft Air France-KLM im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Trotz höherer Erlöse und weniger Miesen im operativen Geschäft stand unter dem Strich daher ein Verlust von 895 Millionen Euro. Das ist rund viereinhalbmal so viel wie ein Jahr zuvor. Abschreibungen im Zuge des Konzernumbaus und Wertberichtigungen auf Finanzgeschäfte belasteten das Ergebnis mit mehr als 700 Millionen Euro, wie Air France-KLM in Paris mitteilte. Den operativen Verlust konnte das französisch-niederländische Unternehmen dank höherer Erlöse und Einsparungen hingegen überraschend eindämmen.

Im zweiten Halbjahr will Verwaltungsratspräsident Jean-Cyril Spinetta dank des eingeleiteten Sanierungsprogramms im operativen Geschäft mehr als 195 Millionen Euro verdienen und damit besser abschneiden als ein Jahr zuvor. «Obwohl die Ergebnisse des zweiten Quartals im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Verbesserung darstellen, bleiben sie im negativen Bereich», sagte Spinetta bei der Vorlage der Quartalszahlen. Dies zeige, welche entscheidende Bedeutung der ausgegebene Sanierungskurs für die Gesellschaft habe. Angesichts schwankender Treibstoffpreise und des unsicheren Eurokurses bleibe eine Prognose für das laufende Jahr allerdings schwierig.

Zwischen April und Juni steigerte der Lufthansa-Konkurrent seinen Umsatz um 4,5 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Der operative Verlust sank überraschend von 145 Millionen auf 66 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem höheren Minus als im Vorjahr gerechnet. Bei der Verbesserung halfen höhere Ticketpreise: Im Schnitt nahm Air France-KLM von ihren Passagieren je geflogenen Kilometer vier Prozent mehr ein. Die Stückkosten je angebotenen Passagierkilometer legten dabei nur um 3,5 Prozent zu, obwohl die Kosten für Treibstoff insgesamt um fast 13 Prozent stiegen.

(laf/rcv/sda)

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