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Sparprogramm
Air France macht weiteren Schritt zu Billiglinie

Air France macht weiteren Schritt zu Billiglinie
Air France: Piloten heissen Sparplan gut. Keystone

Die Fluggesellschaft hat von den Piloten grünes Licht zur Gründung einer billigeren Tochter bekommen. Hart wird es für die Flugbegleiter: Diese werden zu schlechteren Konditionen neu rekrutiert.

Die französische Fluggesellschaft Air France ist mit ihrem Vorhaben einer kostenreduzierten Mittel- und Langstreckentochter einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die grösste Pilotengewerkschaft SNPL billigte das Projekt mit dem Arbeitsnamen Boost, wie die Organisation am Montag in Paris mitteilte.

Demnach stimmten bei einer Befragung 78 Prozent der in der Gewerkschaft organisierten Piloten für die Pläne der Konzernführung. Air France will besonders defizitäre Mittel- und Langstreckenverbindungen künftig über eine eigene Tochter mit geringeren Kosten anbieten.

Hart für Flugbegleiter

Die Maschinen sollen zwar von Air-France-Piloten mit den gleichen Gehalts- und Arbeitsbedingungen wie beim Mutterkonzern geflogen werden. Die Flugbegleiter sollen aber neu rekrutiert werden und weniger Geld erhalten als bei Air France. Für die Konzerntochter sollen künftig 18 Mittelstrecken- und zehn Langstreckenmaschinen fliegen.

Boost ist Teil der im vergangenen November vorgestellten Strategie «Trust Together», mit der Air France konkurrenzfähiger werden will. Die französische Fluggesellschaft steht schon seit Langem wegen der Konkurrenz von Billigfliegern und den aufstrebenden Fluggesellschaften der Golfregion unter Druck.

Häufige Konflikte

Mit Sparmassnahmen versucht die Konzernführung Air France deswegen auf mehr Wettbewerbsfähigkeit zu trimmen, was immer wieder zu Konflikten mit der Belegschaft führt.

(sda/gku/mbü)

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