Piloten der niederländisch-französischen Fluggesellschaft Air France drohen mit einer Ausweitung ihres Streiks bis zum 26. September. «Ich bedauere, dass wir von unseren Flugkapitänen noch keine angemessene Antwort auf unsere konkreten Vorschläge erhalten haben», sagte Air-France-Chef Frederic Gagey am Freitag. Die Piloten hätten nun signalisiert, dass sie bis kommenden Freitag die Arbeit ruhen lassen könnten. Ursprünglich sollte der einwöchige Streik am 22. September enden.

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Passagiere, die dieses Wochenende von Zürich oder Genf aus fliegen, könnten von der Ausweitung des Streiks betroffen sein. Air France hat angekündigt, dass voraussichtlich nur zwei von neun Flügen ab Genf durchgeführt werden können; und jeder fünfte von Zürich. Die Flüge ab Basel-Mülhausen nach Paris seien nicht betroffen.

10 bis 15 Millonen pro Tag

Wegen des Pilotenstreiks musste die Fluggesellschaft seit Montag 60 Prozent aller Flüge streichen. Dies dürfte die Airline 10 bis 15 Millionen Euro am Tag kosten. Die französische Regierung hatte am Mittwoch zu einem Ende des Arbeitskampfes aufgerufen. Neue Vorschläge der Direktion lehnte die grösste Pilotengewerkschaft am Donnerstag als «weitgehend ungenügend» ab, vor allem auch, da diese nur für bis zu sechs Monate gelten sollten.

Laut einer Unternehmenssprecherin sagte Air-France_KLM-Chef Alexandre de Juniac zu Reportern, der Streik könne sich abhängig von seiner Dauer auf die Konzernzahlen auswirken. Wegen des anhaltenden Streiks der Piloten trennen sich weitere Anleger von Air France.

Die Gewerkschaft protestiert gegen die Sparpläne des Managements und verlangt für die Flugkapitäne der Billig-Tochter Transavia dieselben Verträge wie bei Air France. Zudem befürchtet sie, dass mit dem Transavia-Ausbau Arbeitsplätze ins Ausland verlagert und Kurz- und Mittelstrecken an die Billigtochter übertragen werden.

(awp/ise)