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Air France setzt Mitarbeiter unter Druck

Air France muss kräftig sparen. (Bild: Keystone)

Die Fluggesellschaft Air France-KLM ist in die Verlustzone geflogen - und fordert nun von der Belegschaft, dass sie drastischen Einschnitten zum Kostensparen zustimmt. Sonst sei die Zukunft des Untern

Veröffentlicht am 03.04.2012

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air France-KLM erhöht nach ihrem jüngsten Sturz in die Verlustzone den Druck auf die Beschäftigten in Frankreich. Das Unternehmen werde Kurz- und Mittelstreckenflüge unter der Marke Air France künftig nur noch anbieten, wenn die Kosten kräftig sinken, teilte der Konzern in Paris mit.

Nun sollen die Mitarbeiter «drastischen» Einschnitten zustimmen, damit das Geschäft in die schwarzen Zahlen kommt. Die Kosten seien schlicht zu hoch, argumentierte das Management.

«Das Ziel ist, die Gewinnschwelle im Punkt-zu-Punkt-Verkehr im Jahr 2013 und im gesamten Kurz- und Mittelstreckengeschäft im Jahr 2014 zu erreichen», heisst es in der Mitteilung. Insgesamt sollen die Kosten von Air France um mindestens ein Fünftel sinken.

Stärkere Zusammenarbeit mit der Schwester

«Wenn das nicht gelingt, gefährdet es die Erholung und die Zukunft des Unternehmens», sagte Air-France-Chef Alexandre de Juniac. Geplant ist eine stärkere Zusammenarbeit mit der niederländischen Schwester KLM. Ausserdem sollen die Organisation umgebaut, Abläufe gestrafft, die Zahl der Führungsebenen reduziert und das Management verbessert werden.

Die Flugverbindungen innerhalb Europas gelten bei den klassischen Fluggesellschaften angesichts eines Überangebots und der Konkurrenz durch Billigflieger generell als Verlustbringer. Im vergangenen Jahr hatte der französisch-niederländische Mutterkonzern Air France-KLM unter dem Strich mehr als 800 Millionen Euro verloren.

Jährlich mehr als zwei Milliarden Euro sparen

Ein konzernweites Sparprogramm soll die jährlichen Kosten um mehr als zwei Milliarden Euro senken helfen. Dagegen wehren sich die Gewerkschaften.

Auch die Lufthansa schraubt nach ihrem Gewinnrückgang im vergangenen Jahr an den Kosten. Im Jahr 2015 sollen sie um mindestens 1,5 Milliarden Euro niedriger ausfallen als noch 2011.

(vst/laf/awp)

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