So, wie die Mächtigen der Weltwirtschaft jedes Jahr zum WEF in Davos strömen, gibt es für Schweizer Touristiker einen Pflichttermin auf der Jahresagenda. Zum Schweizer Ferientag treffen sich über 1000 Cheftouristiker. Nächste Woche steht der zweitägige Gross-Event wieder an. Er geht in Lugano unter dem Motto «Innamorati della Svizzera» über die Bühne.

Neben den üblichen Themen wie Währungsturbulenzen und Schwindsucht des deutschen Marktes dürfte auch der immer stärker werdende Anbieter Airbnb Gesprächsthema sein. Immerhin vermittelt das kalifornische Startup hierzulande 55'000 Betten – rund ein Viertel aller Hotelkapazitäten. Dass sich die Firma bezüglich Kurtaxen und Sicherheitsvorschriften in einer Grauzone bewegt, ist ein Dauerbrenner.

Vorbote einer Charme-Offensive

In Lugano zeigt sich Airbnb nun erstmals an einer touristischen Veranstaltung in der Schweiz. Den Gang in die Höhle der Schweizer Hotel-Löwen wagt Alexander Schwarz, seit ­letztem Sommer Airbnb-Länderchef Deutschland, Österreich und Schweiz.

Dass Airbnb erstmals an einem Schweizer Tourismus-Gipfel auftritt, ist wohl Vorbote einer Charme-Offensive. Das Unternehmen will aufzeigen, wie es Destinationen hilft, an neue Gäste zu kommen. Airbnb muss aber auch Vorwürfe kontern, wonach man durch gewerbliche Apartment-Vermieter beiträgt, städtischen Wohnraum zu blockieren.

(ag/ise/ama)