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Unsinn
Airbus-Chef kritisiert TV-Sender nach Flieger-Crash

Airbus-Chef Tom Enders: «Ohne Fakten wird spekuliert, fantasiert und gelogen.»  Keystone

Der Chef des Flugzeugbauers Airbus, Tom Enders, sieht das Spekulieren über die Ursachen des Germanwings-Absturzes in TV-Talkshows als Verhöhnung der Opfer. Dabei nimmt er die Piloten in Schutz.

Veröffentlicht am 29.03.2015

Der Vorstandsvorsitzende des Luftfahrtunternehmens Airbus, Tom Enders, hat scharfe Kritik an den TV-Talkshows nach dem Absturz des Germanwings-Flugzeugs geübt. «Was wir kritisch hinterfragen sollten, ist das Unwesen, das manche 'Experten' vor allem in TV-Talkshows treiben. Teilweise wurde dort ohne Fakten spekuliert, fantasiert und gelogen. Oft hanebüchener Unsinn. Das ist eine Verhöhnung der Opfer», sagte Ender der Zeitung «Bild am Sonntag».

Zugleich forderte Enders eine bessere Kontrolle durch die Fernsehräte. «Das ist Missbrauch der Medienmacht. Diese Leute verkaufen uns alle für dumm. Und dafür gibt es dann noch Honorare vom Geld der Gebührenzahler. Hier stimmt die Aufsicht in den Anstalten nicht.»

Enders nimmt Piloten in Schutz

Die Piloten verteidigte Enders hingegen. Sie seien «normalerweise sehr zuverlässig, erstklassig ausgebildet». Der Airbus-Chef: «Piloten verdienen auch weiter unser Vertrauen. Ein schwarzes Schaf macht noch keine Herde.»

(reuters/dbe)

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