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Airbus macht trotz Auftragseinbruch Gewinn

Airbus A380: Dem Flugzeughersteller läuft es schlecht. Keystone

Der Verkauf einer Sparte hat Airbus im ersten Quartal den Gewinn gerettet. Probleme mit dem Miltärtransporter A400M und der Einbruch der Aufträge dürften Anlegern aber nicht gefallen.

Veröffentlicht am 27.04.2017

Der Flugzeughersteller Airbus hat im ersten Quartal dank des Verkaufs seiner Rüstungselektroniksparte einen Gewinn erwirtschaftet. Der Gewinn kletterte binnen Jahresfrist um die Hälfte auf 608 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit.

Ohne den Verkauf des Elektroniksegments, der 560 Millionen Euro einbrachte, und positive Währungseffekte wäre den Toulousern im Auftaktquartal praktisch nichts übrig geblieben.

Militärtransporter bereitet Kopfzerbrechen

Dennoch hielt Konzernchef Tom Enders an seiner Jahresprognose fest. Auf vergleichbarer Basis soll der Gewinn um die fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Allerdings bereiten dem Konzern die Verzögerungen beim Militärtransporter A400M weiter Kopfzerbrechen, wenn auch die Gespräche mit den Kundenstaaten wie geplant aufgenommen worden seien. Es blieben «Herausforderungen bestehen, die möglicherweise erheblich sein können», hiess es.

Unter Investoren dürfte auch die Auftragslage des Konzerns Stirnrunzeln auslösen. Während der Umsatz in den Monaten Januar bis März noch um sieben Prozent auf 13 Milliarden Euro zulegte, brach der Auftragseingang regelrecht ein. Das Volumen der neuen Bestellungen sackte um fast die Hälfte auf 3,8 Milliarden Euro ab.

Gelassenheit trotz weniger Aufträgen

Enders, gegen den die Staatsanwaltschaft Wien wegen schweren Betrugs im Rahmen eines alten Eurofighter-Geschäfts ermittelt, äusserte sich dennoch gelassen. «Wie erwartet fiel der Auftragseingang im ersten Quartal gering aus. Doch unser gut gefülltes Auftragsbuch mit mehr als 6700 Bestellungen für Zivilflugzeuge unterstützt den weiteren Produktionshochlauf», erklärte er.

Insbesondere über die Entwicklung beim Langstreckenjet A350 äusserte sich Airbus zufrieden. «Im ersten Quartal wurden 13 Maschinen ausgeliefert. Das Programm ist auf einem guten Weg, bis Ende 2018 das Produktionsziel von zehn Flugzeugen pro Monat zu erreichen», teilte das Unternehmen mit.

(sda/gku/chb)

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