Wegen des Verdachts auf Insider-Handel müssen sich aktive und ehemalige Airbus-Manager sowie die Konzerne Daimler und Lagardère von Freitag an vor Gericht verantworten. Konkret will das Gericht in Paris herausfinden, was die insgesamt sieben Manager - darunter Verkaufschef John Leahy - bei der Veräusserung von Aktien 2006 über technische Probleme des A380 wussten. Diese waren Ursache für eine um Monate verzögerte Auslieferung des Riesen-Jumbos.

Daimler und Lagardère waren damals Grossaktionäre beim Mutterkonzern EADS. Die Airbus-Gruppe selbst steht nicht vor Gericht.

Von der Unschuld überzeugt

«Wir weisen auf den vollständigen Freispruch aller Beschuldigten durch die französische Börsenaufsicht (AMF) 2009 hin. Wir werden alle Beschuldigten unterstützen und sind überzeugt, dass auch das zweite Verfahren mit Freispruch endet», hatte ein Airbus-Sprecher auf dpa-Nachfrage mitgeteilt.

Der Prozess dürfte mit Verfahrensfragen beginnen, vor allem zur Legitimität erneuter Verhandlungen um dieselbe Strafsache nach der AMF-Entscheidung vom Dezember 2009.

Prozess voererst ausgesetzt

Kaum begonnen, wird der Prozess aber gleich ausgesetzt: Zunächst müsse ein höheres Gericht urteilen, ob die Vorgehensweise überhaupt gesetzmässig sei, teilten die Richter am Freitag zur Begründung mit.

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(awp/dbe/ama)