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Airbus verschiebt A350-Start - EADS hebt Gewinnziel an

Der Flugzeugbauer Airbus verschiebt den Start seines neuen Langstreckenjets A350 um drei Monate. Es gibt Probleme an den Tragflächen.

Veröffentlicht am 27.07.2012

Der mit dem 787 Dreamliner von Boeing konkurrierende Airbus-Jet A350 soll wegen Problemen bei der Tragflächenproduktion nun erst ab dem zweiten Halbjahr 2014 ausgeliefert werden.

Airbus-Chef Fabrice Brégier hatte bereits vor kurzem auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough eingeräumt, dass der Zeitplan nicht einzuhalten sei. Zurzeit laufen die Arbeiten am ersten flugfähigen Exemplar. Die Verzögerung belastet das Ergebnis mit 124 Millionen Euro, wie das Airbus-Mutterhaus EADS am Freitag mitteilte.

Rückruf für mehr als 100 Maschinen

Die Flügelprobleme der doppelstöckigen A380 bremsen derweil sowohl die Produktion als auch den Bestelleingang. Wegen Haarrissen in Befestigungsklammern im Inneren der Tragflächen müssen insgesamt weit mehr als 100 Maschinen zurück in die Airbus-Hallen. Erst ab 2014 will Airbus neue A380 ohne die anfälligen Teile ausliefern.

Die Probleme der beiden Top-Modelle bremsen EADS allerdings kaum. Trotz der weltweiten Wirtschaftsabkühlung flog der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern im ersten Halbjahr bei steigenden Umsätzen einen fünfmal grösseren Gewinn ein.

Die Erlöse erhöhten sich bis Ende Juni um 14 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro. Der Reingewinn stieg auf 594 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahreszeitraum nur 109 Millionen Euro waren.

Prognose angehoben

«Der Konzern erzielte in den ersten sechs Monaten gute Ergebnisse, unsere Finanzkennzahlen bestätigen die anhaltende Dynamik», erklärte der neue EADS-Chef Tom Enders. Er schraubte die Prognose für das Gesamtjahr herauf: 2012 sollen in den Airbus-Werkshallen statt 570 nun 580 Flugzeuge fertiggestellt werden. Beim Umsatz erwartet Enders ein Wachstum von 10 Prozent und deutlich steigende Gewinne.

Airbus ist die mit Abstand wichtigste Tochter von EADS. Das Unternehmen zeichnet für etwa die Hälfte des Konzerngewinns verantwortlich. Bei den anderen Tochterfirmen Eurocopter und Astrium lief liefen die Geschäfte ebenfalls gut: Die Gewinne stiegen deutlich. Nur die Rüstungsfirma Cassidian meldete einen leichten Gewinnrückgang.

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(laf/vst/sda)

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