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AKB-Chef Pascal Koradi tritt zurück

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Seine Vergangenheit hat ihn eingeholt: Pasacl Koradi tritt als Chef der Aargauischen Kantonalbank zurück. Quelle: Keystone .

Der Postautoskandal fordert ein weiteres Opfer: Pascal Koradi tritt als Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank zurück.

Veröffentlicht am 12.06.2018

Der Postautoskandal fordert ein weiteres Opfer: Pascal Koradi tritt als Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank zurück, wie das Institut am Dienstag mitteilt. Sein Stuhl war in den letzten Tagen bereits sehr wacklig geworden. Der 45-Jährige war von März 2012 bis April 2016 Herr der Zahlen beim gelben Riesen – jener Periode, in welche die Post mit gesetzeswidrigen Buchungen ihre Gewinne drückte, um dadurch überhöhte Subventionen vom Bund zu erhalten.

Vor seinem Amtsantritt bei der Kantonalbank war Koradi Finanzchef der Schweizerischen Post. Sein Rücktritt von der Leitung der AKB geschehe im Interesse und zur Wahrung der Reputation der Bank, schreibt die Kantonalbank. Das AKB-Aufsichtsgremium betont, dass die persönliche Integrität und das Vertrauen in Pascal Koradi «zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt waren».

Neuer AKB-Direktionspräsident wird nun Dieter Widmer. Der 51-jährige führt heute als Mitglied der AKB-Geschäftsleitung den Bereich Kundenlösungen.

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«Stehe zu meinen damaligen Entscheiden»

«Ich möchte mit diesem Schritt die Reputation der Aargauischen Kantonalbank schützen», wird Koradi in der Medienmitteilung zitiert. Er denke dabei «in erster Linie an das Unternehmen, meine Kolleginnen und Kollegen sowie unsere Kundinnen und Kunden».

Dagegen bedauert Koradi, dass er bis zum heutigen Zeitpunkt von den heute Verantwortlichen der Post nie angehört wurde. «Ich betone, dass ich weiterhin zu all meinen damaligen Entscheidungen als CFO des Konzerns Post stehe», so Koradi. Eine lückenlose Klärung der Vorkommnisse wäre ihm persönlich am Herzen gelegen.

Der Bankrat der AKB dankt Koradi in der Mitteilung für sein Engagement. Koradi habe in den knapp zwei Jahren seiner Amtszeit in der AKB die «Weichen für eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der Bank gestellt».

(awp/tdr/bsh)

Chronik: Der Postauto-Skandal

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Bekannt wird der Postauto-Skandal im Februar 2018. Die Vorfälle selbst reichen jedoch viel weiter zurück: Von 2007 bis 2015 hat die Postauto AG im subventionierten Geschäftsbereich Gewinne erzielt und diese Erträge umgebucht und in anderen Sparten versteckt. In Folge hat die Post-Tochter zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen bezogen. Insgesamt geht es um 78,3 Millionen Franken. Wie wurden die Vorfälle schliesslich aufgedeckt?
Quelle: Keystone .