Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat im 100. Jahr ihres Bestehens mit einem Jahresgewinn von 104,1 Millionen Franken soviel verdient wie noch nie. Auch der Kanton Aargau profitiert mit 88,7 Millionen Franken so stark wie noch nie zuvor vom guten Geschäftsgang seiner Staatsbank.

Der Jahresgewinn erhöhte sich im vergangenen Jahr gegenüber 2012 um 4,8 Prozent oder 4,8 Millionen Franken. Der Bruttogewinn sank leicht um 0,3 Prozent auf 203,8 Millionen Franken. Demgegenüber stieg das Betriebsergebnis um 0,2 Prozent auf 174,4 Millionen Franken.

Beim Zinsgeschäft wirkte sich das tiefe Zinsniveau auf den Erfolg aus. Dieser sank leicht um 0,7 Prozent auf 267,4 Millionen Franken. Mit über 70 Prozent Anteil am Gesamtertrag ist das Zinsgeschäft der stärkste Ertragspfeiler.

Erneut viel Neugeld zugeflossen

An Kunden wurden 18,3 Milliarden Franken ausgeliehen, 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon waren 16,9 Mrd. Franken Hypothekarforderungen. Mit 1,3 Milliarden Franken war der Neugeldzufluss 7,6 Prozent höher als 2012. Die AKB betreute letztes Jahr Vermögenswerte in Höhe von 23,8 Milliarden Franken, fast 6 Prozent mehr als noch 2012.

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Die Kapitalquote konnte von 14,9 auf 15,6 Prozent gesteigert werden, wie die AKB-Verantwortlichen am Dienstag vor den Medien in Aarau bekanntgaben. Damit liegt die AKB deutlich über den geforderten 12 Prozent.

Das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag, die Cost-Income-Ratio, konnte bei 45 Prozent gehalten werden. Der Geschäftsaufwand reduzierte sich leicht um eine halbe Million auf 166,5 Millionen Franken.

Geldsegen für Kanton Aargau

Der Kanton Aargau kann sich auf einen Geldsegen gefasst machen. Die Gewinnablieferung beträgt 65 Millionen Franken. Dazu kommt eine Jubiläumsausschüttung von 100'000 Franken pro Geschäftsjahr seit Bestehen der AKB, also weitere 10 Millionen Franken. Die Abgeltung der Staatsgarantie kostet die AKB 9 Millionen und die Verzinsung des Dotationskapitals 4,7 Millionen Franken. Total erhält der Kanton damit 88,7 Millionen Franken.

Keine Details wollte Bankratspräsident Dieter Egloff über den Verkaufspreis der AKB-Tochter AKB Privatbank Zürich AG an die Privatbank IHAG Zürich bekanntgeben. Der Verkauf war Mitte letzten Jahres abgewickelt worden.

Zur Teilnahme der AKB am US-Steuerprogramm sagte Egloff, dass die AKB nie Schweizer Recht verletzt und nie ausserhalb der Schweiz US-Kunden betreut habe. Wie viel die AKB für allfällige Bussen und Verfahrenskosten beiseite gelegt hat, wollte Egloff nicht sagen.

(sda/vst/tke)