Anlegern mit einem Investmenthorizont von drei bis fünf Jahren bietet der Aktienmarkt gegenwärtig immer noch einen interessanten Einstiegszeitpunkt. Angesichts der konjunkturellen Ungewissheit fah-ren Investoren am besten mit qualitativ hochstehenden Unternehmen, die das Potenzial haben, die Krise als Gewinner zu meistern. Eigentümer- und familiengeführte Unternehmen gehören dank ihrer langfristigen Orientierung und konservativen Finanzierung zur Kategorie «Aktien mit starker Bodenhaftung». Sie zeichnen sich aus durch eine starke Fokussierung auf das Kerngeschäft, zielgerichtete und oft weniger komplexe Strukturen sowie kürzere Entscheidungswege. Dies fördert Innovationskraft, starke Marken und sichert letztlich eine überdurchschnittliche und inbesondere nachhaltige Cashflow-Generierung.

Rückgrat der Wirtschaft

Eigentümer- und familiengeführte Unternehmen spielen auch in Zeiten der Globalisierung eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft. So sind gemäss Ernst & Young von den 20 grössten börsenkotierten Unternehmen in den entwickelten Märkten durchschnittlich gegen 30% von Eigentümern bzw. Familien geführt. Wird der Fokus auf die Schwellenländer ausgeweitet, so steigt dieser Wert in Einzelfällen auf über 60%.

Eine neue EU-Studie über Familienunternehmen in 33 Ländern zeigt, was eigentümergeführte Unternehmen so wertvoll macht: Gegenüber klassischen managergeführten Betrieben steht bei ihnen die Familie oder die Unternehmerpersönlichkeit im Zentrum des Betriebes. Sie bestimmt den Führungsstil und die Unternehmenskultur. Unternehmer haben zudem durchschnittlich 50 bis 70% ihres persönlichen Vermögens in der eigenen Firma investiert. Als Minderheitsaktionär profitieren Anleger auch davon, dass die Interessen von Management und Haupteigentümer gleichgelagert sind.

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Die besonderen Eigenschaften von eigentümergeführten Unternehmen materialisieren sich denn auch in einer langfristig überdurchschnittlichen Aktienkursentwicklung, wie verschiedene Studien zeigen. So deuten auch erste verfügbare Aktienindexreihen wie etwa der deutsche German Entrepreneurial Index (GEX), der Schweizer Banque Pasche Swiss Entrepreneurial Index oder der von der Credit Suisse entwickelte globale CS Family Index auf den Börsenerfolg eigentümer- bzw. familiengeführter Unternehmen.

Publikumsfonds

Sämtliche dieser Indizes vermochten seit Lancierung ein gegenüber ihrem breiten Marktindex überdurchschnittliches Ergebnis zu erwirtschaften. Auf diesem Ansatz basiert der von Bellevue Asset Management - die ihrerseits eine unternehmerisch ausgerichtete und selbst eigentümergeführte Unternehmung ist - verwaltete BB Entrepreneur Fund. Der Fonds investiert in eigentümergeführte Unternehmen in der Schweiz und vermochte in den vergangenen drei Jahren den SPI-Index um mehr als 6% zu übertreffen. Per Ende April lancierte Bellevue Asset Management zudem einen weiteren Publikumsfonds, der das Universum auf europäische familien- bzw. eigentümergeführte Unternehmen ausweitet.