Die Aktionärsvereinigung Actares hat angekündigt, an der ausserordentlichen Generalversammlung von Holcim am Freitag, 8. Mai, gegen die Fusion mit Lafarge zu stimmen. Das Unternehmen gebe keine Garantien für die Entschärfung von sozialen und ökologischen Folgen dieses Geschäfts, lautet die Kritik. Ausserdem wird eine Schwächung der unternehmerischen Verantwortung befürchtet, heisst es in einer Stellungnahme am Donnerstag.

Als Grund hierfür werden die strukturellen Schwächen der geplanten neuen Gremien genannt, insbesondere das Doppelpräsidium im Verwaltungsrat. Zudem gebe es bei den anderen Mitgliedern des Verwaltungsrats einen Mangel an Unabhängigkeit.

Fünftgrösster Produzent von Treibhausgasen

Weiter kritisieren die Aktionärsvertreter ungenügende Arbeitsplatzgarantien für die bei der Fusion von beiden Parteien ausgelagerten rund 15'000 Angestellten. Auch die Auswirkungen der Fusion auf die Umwelt blieben im Dunkeln. LafargeHolcim wäre die fünftgrösste Produzentin von Treibhausgas weltweit und eine bedeutende Verbraucherin von Wasser und Sand, schreibt die Aktionärsvereinigung weiter.

Die drei grössten Eigner des Zementkonzerns Holcim haben sich bisher positiv zur Fusion geäussert. Thomas Schmidheiny, Filaret Galchev und der US-Fonds Harris Associates stehen geeint hinter dem Deal.

(awp/ise)