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Korruptionsaffäre
Aktionäre klagen in den USA gegen Glencore

Yvan Glasenberg
Ivan Glasenberg: Seine Firma ist in den USA unter Druck.Quelle: Keystone

Glencore muss sich auf Prozesse in den USA einstellen. Anleger klagen wegen Irreführung im Zusammenhang mit Korruption.

Veröffentlicht am 12.07.2018

Auf den britisch-schweizerischen Rohstoffkonzern Glencore kommen in den USA im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre mindestens zwei Prozesse zu. Aktionäre werfen dem Unternehmen vor, falsche und irreführende Erklärungen abgegeben zu haben.

Das geht aus den beiden Klagen hervor, die am Montag in Newark im Bundesstaat New Jersey sowie am Mittwoch in New York eingereicht wurden. Glencore reagierte am Mittwochabend zunächst nicht auf entsprechende Anfragen.

Bergbaugeschäft im Kongo sowie in Venezuela und Nigeria

Die US-Behörden nehmen in den Korruptionsermittlungen das Bergbaugeschäft von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo, in Venezuela sowie in Nigeria unter die Lupe. Dabei soll es verdächtige Zahlungen gegeben haben. US-Gesetze stellen Schmiergeld auch im Ausland unter Strafe.

Glencore hatte erklärt, mit dem US-Justizministerium zusammenzuarbeiten. Demnach hat das im schweizerischen Baar ansässige Unternehmen ein Gremium eingerichtet, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Das Komitee wird von Verwaltungsratspräsident Tony Hayward geleitet.

Die Glencore-Aktie schloss am Mittwochabend mit einem Minus von fast fünf Prozent.

(sda/gku/mbü)

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