Ihre Auftragsbücher füllen sich langsam wieder. Trotzdem rufen immer mehr Unternehmen die Krise aus - und zwar die Personalkrise. Das operative Wachstum kann kaum bewältigt werden, weil die notwendigen Fachleute und der Nachwuchs fehlen.

Novartis sucht im Moment über 530 Fachkräfte in den Bereichen Biologie, Pharma, Chemie, Medizin und Neurowissenschaften. Die Grossbanken UBS und Credit Suisse brauchen dringend Spitzenkräfte im IT-Bereich.

Eine Studie des Staatssekretariats für Bildung weist nach, dass der Schweiz in den Fachgebieten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gegenwärtig über 14 000 Fachkräfte fehlen - Tendenz steigend.

Der «War of Talents» zwischen den Unternehmen akzentuiert sich. Gefragt sind innovative Rekrutierungsmassnahmen. Viele Unternehmen werben bereits an Sekundar- und Mittelschulen um IT-Nachwuchs, entsenden Referenten an Hochschulen und rekrutieren über Internetportale wie Facebook, Xing oder Twitter. Immer heftiger umworben sind auch Quereinsteiger.

Die Bemühungen im Inland reichen indes nicht. Ohne ausländische Fachkräfte kommt praktisch kein Unternehmen mehr aus. Trotz aller Bemühungen: Gemäss der aktuellen Arbeitgeberstudie «Recruiting Trends 2010» schwindet bei einem Drittel von 500 befragten Schweizer Unternehmen die Zuversicht, dass die Suche nach geeigneten Kandidaten in Zukunft einfacher wird.

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