Der Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent schreibt wegen der Krise in Europa im dritten Quartal weiter rote Zahlen. Von Juli bis Ende September betrug der Verlust 146 Millionen Euro nach 254 Millionen Euro im zweiten Quartal, teilte das französisch-amerikanische Unternehmen in Paris mit.

Vor einem Jahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 194 Millionen Euro eingefahren. Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zurück.

Aufgrund des harten Konkurrenzkampfes in der Telekombranche und den sich eintrübenden Wirtschaftsaussichten hatte das Unternehmen bereits Mitte Juli seine Prognose kassiert. Um Kosten einzusparen hat Vorstandschef Ben Verwaayen bereits die Streichung von 5500 Stellen weltweit angekündigt. In der Schweiz fallen 25 Stellen weg - das sind 6,5 Prozent der Mitarbeitenden hierzulande.

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Aktienkurs spiegelt Probleme wieder

Mit dem Restrukturierungspaket will Alcatel-Lucent 1,25 Milliarden Euro sparen. Mit Einsparungen von bisher 450 Millionen Euro sei Alcatel-Lucent auf gutem Weg, hiess es jetzt.

Auch im Aktienkurs des Konkurrenten von Ericsson und Nokia Siemens Networks (NSN) spiegeln sich die Schwierigkeiten wider. Er hat in den vergangenen zwölf Monaten fast 60 Prozent eingebüsst und sich damit einem historischen Allzeittief angenähert.

Auch mit seinen Zahlen zum dritten Quartal erfüllte der Konzern die Erwartungen nicht vollständig. Analysten hatten zwar einen etwas höheren Verlust erwartet, waren dafür beim Umsatz aber optimistischer.

(tno/aho/sda)