Gute Geschäfte mit Alufelgen und Flugzeugrümpfen haben den US-Aluminiumriesen Alcoa in die Gewinnzone zurückgeführt. Zum Auftakt der US-Bilanzsaison meldete der vom früheren Siemens -Chef Klaus Kleinfeld geleitete Konzern unter dem Strich ein Ergebnis von 138 Millionen Dollar. Vor einem Jahr musste Alcoa noch 119 Millionen Dollar Verlust verkraften. Der Umsatz blieb mit 5,8 Milliarden Dollar im zweiten Quartal stabil, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten weniger Umsatz und Gewinn erwartet – im nachbörslichen Handel stieg die Alcoa-Aktie um zwei Prozent.

«Unser zweites Quartal zeigt, dass Alcoas Umbau mit hohen Drehzahlen vorangeht», sagte Kleinfeld. Angesichts niedriger Aluminiumpreise konzentriert sich der Konzern immer stärker auf fertige Produkte aus dem Metall. Hoffnungen knüpft Alcoa beispielsweise an die stark zunehmende Verwendung von Aluminium im Automobilbau. Diese Produkte haben zuletzt mehr abgeworfen als das Geschäft mit dem Abbau des Alu-Erzes Bauxit und dessen Veredelung zu dem Leichtmetall.

«Es sieht wie ein sehr gutes Quartal aus»

«Es sieht wie ein sehr gutes Quartal aus», sagte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management, einer Investmentfirma, die Alcoa-Anleihen hält. Das gelte für Gewinne und Umsätze.

Alcoa gibt traditionell als erster großer amerikanischer Konzern Einblick in die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal. Das Unternehmen hat Kunden in wichtigen Branchen wie Auto-, Flugzeug- und Bauindustrie. Alcoa gilt daher als Konjunkturindikator.

(reuters/se)