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Milchstreit
Aldi umgarnt Bauern mit neuem Fairness-Label

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Höhere Produzentenpreise, mehr Tierschutz: Aldi Suisse lanciert neues Fairness-Label.

Der Discounter Aldi Suisse lanciert ein «Fair Milk»-Label und will den Bauern einen höheren Milchpreis garantieren als die Konkurrenten Migros und Coop.

Von David Vonplon
Aktualisiert vor 6 Minuten

Der Discounter Aldi Suisse prescht im Milchstreit vor. Bereits Ende Juli soll erstmals Milch mit dem Label «Fair Milk» in den Verkauf gelangen, wie die «Handelszeitung» berichtet. Vorgesehen ist, dass der Discounter den Milchbauern einen Preis von 70 Rappen pro Kilogramm Milch garantiert – 5 Rappen mehr als der Richtpreis für Molkereimilch vorsieht. Im Gegenzug verlangt Aldi von den Bauern einen Mehrwert: So muss die Milch aus speziell tiergerechter Haltung stammen, welche die gesetzlichen Vorschriften übertrifft.

Mit der Einführung von «Fair Milk» reagiert Aldi auf den Milchstreit. Im Mai hatte die Branchenorganisation Milch zum grossen Ärger der Bauern entschieden, den Richtpreis für Molkereimilch bei 65 Rappen zu belassen. Die Wut der Landwirte richtete sich dabei namentlich gegen die Migros, weil diese sich laut Medienberichten gegen eine Erhöhung ausgesprochen hatte. Entsprechend gut kommt die Milchoffensive von Aldi Suisse nun beim Bauernverband an: Man begrüsse die Pläne des Discounters sehr, erklärt eine Sprecherin. Man hoffe, dass sich die übrige Milchbranche nun ebenfalls Gedanken über Fairness bei den Produzentenpreisen mache.

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