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Versuch
Alibaba liefert Tee mit Drohne aus

Alibaba-Sitz in Hangzhou: Der Internetriese experimentiert mit Drohnen. Keystone

Der Internetriese Alibaba experimentiert in chinesischen Grossstädten mit der Zustellung von Waren per Drohne. Auch die Konzerne Google und Amazon haben gleiche Pläne. Doch es gibt ein Problem.

Veröffentlicht am 04.02.2015

Der chinesische Internetkonzern Alibaba testet die Auslieferung per Drohne - und liefert Kunden in chinesischen Grossstädten Tee aus der Luft. Die zum Konzern gehörende Internetverkaufsplattform Taobao veröffentlichte am Mittwoch ein Foto von einer schwarz-silbernen Drohne mit einem weissen Päckchen.

Der Test beschränkt sich aufgrund strenger Regeln für den chinesischen Luftraum den Angaben zufolge auf drei Tage und nur einige Gegenden in den Metropolen Peking, Shanghai und Guangzhou. Ausgeliefert wird nur Tee eines bestimmten Händlers.

Streng bewachter Luftraum

Der Luftraum in China wird streng kontrolliert, bereits in geringen Höhen. Die Regierung erlaubt den Einsatz ziviler Drohnen in gewissen Fällen, etwa für Rettungseinsätze. Anbieter müssen jedoch im Vorhinein eine Erlaubnis beantragen.

Alibaba erklärte, der Logistikanbieter YTO Express habe für den Drohnen-Test eine Genehmigung eingeholt. Medienberichten zufolge hatte 2013 eine Bäckerei in Shanghai Pläne zur Kuchen-Auslieferung per Drohne fallen lassen müssen, nachdem Bedenken zur öffentlichen Sicherheit laut geworden waren.

Auch Amazon und Google experimentieren

Behördliche Vorgaben behindern in den USA auch die Pläne des US-Internetriesen Amazon, Waren per Drohne auszuliefern. Auch Google experimentiert mit dem Programm «Wing» an der Auslieferung von Dingen per Drohne. Die Deutsche Post hatte im September die Auslieferung von Medikamenten und anderen dringend benötigten Gütern auf die Nordseeinsel Juist per Paketcopter aufgenommen.

(sda/dbe)

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