Die kriselnde italienische Fluggesellschaft Alitalia hat sich mit den Gewerkschaften auf die Bedingungen für den Einstieg der arabischen Fluglinie Etihad verständigt. «Die Einigung mit den Gewerkschaften ist ein weiterer entscheidender Schritt auf diesem Weg von dem ich mir wünsche, dass er uns in Kürze zum Abschluss der strategischen Allianz mit Etihad Airways bringt», sagte Alitalia-Chef Gabriele Del Torchio laut einer Mitteilung des Unternehmens.

Erwartet wird, dass durch den Etihad-Einstieg in Italien mehr als 2000 Arbeitsplätze bei Alitalia wegfallen.

«Schmerzhaft, aber notwendig»

Fast alle Gewerkschaften stimmen den Bedingungen zu, lediglich eine erbat sich Bedenkzeit. Der Schritt sei «schmerzhaft, aber notwendig», um den gesamten Sektor Perspektiven zu geben, erklärte de Torchio. Die Entscheidung sichere zudem mehr als 11 000 Arbeitsplätze.

Die beiden Fluggesellschaften hatten sich im Juni darauf geeinigt, dass Etihad 49 Prozent der Anteile an Alitalia übernimmt. Die Araber, die auch Grossaktionär der deutschen Fluglinie Air Berlin sind, hatten den Abbau eines Teils der insgesamt rund 13 000 Arbeitsplätze gefordert.

(awp/dbe)

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