Die arabische Fluggesellschaft Etihad ist nach Angaben der Regierung in Rom bereit, bis zu 1,25 Milliarden Euro in die angeschlagene italienische Fluglinie Alitalia zu stecken. Die Summe könnte über einen Zeitraum von vier Jahren investiert werden, sagte Verkehrsminister Maurizio Lupi nach einem Treffen mit Gewerkschaften in Rom.

560 Millionen Euro davon sollten für eine Kapitalerhöhung verwendet werden, der Rest für Flugzeuge, Ausbildungsprogramme und Ausrüstung. Als Bedingung sei die Streichung von etwa 2250 Stellen diskutiert worden. Die Zahl war bereits früher genannt worden. Alitalia hat gegenwärtig 14.000 Beschäftigte.

Einigung lässt auf sich warten

Italien dringt auf einen Einstieg eines finanzkräftigen Partners bei Alitalia, doch eine Einigung mit dem Air-Berlin-Grossaktionär Etihad lässt auf sich warten. Insider haben der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, Etihad wolle rund 49 Prozent an Alitalia erwerben. Alitalia macht auf ihrem Heimatmarkt sowie auf Verbindungen ins europäische Ausland ein harter Wettbewerb mit Billigfliegern wie Easyjet zu schaffen.

Anzeige

(reuters/dbe)