Die strauchelnde italienische Fluggesellschaft Alitalia hat für ihre geplante Kapitalerhöhung Zusagen über 213 Millionen Franken erhalten, wie sie mitteilte. Am Mittwoch war die verlängerte Frist für die Anteilseigner zum Zeichnen der neuen Aktien ausgelaufen.

Gleichzeitig betonte Alitalia, die angestrebte Kapitalerhöhung über insgesamt 300 Millionen Euro sei nicht in Gefahr, da es noch weitere Interessenten gebe. Letztere können ihre Zusagen noch bis am 10. Dezember machen.

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Die angeschlagene Airline braucht dringend frisches Geld, um ihren Betrieb aufrecht zu erhalten. Alitalia fliegt schon seit längerer Zeit Verluste ein und hatte deshalb Mitte Oktober ein Rettungspaket mit neuen Krediten über 200 Millionen Euro und der Kapitalerhöhung auf den Weg gebracht. Neben der italienischen Post mit 75 Millionen Euro hatten auch die beiden Banken Intesa Sanpaolo und UniCredit ihre Beteiligung zugesagt. Ihre Investition von insgesamt 100 Millionen Euro ist Teil der bereits vorhandenen 173 Millionen Euro.

Der mit 25 Prozent grösste Anteilseigner Air France-KLM hatte es Mitte November abgelehnt, sich an der Kapitalerhöhung zu beteiligen. Der Erfolg des Vorhabens war deshalb bis zuletzt unklar.

(sda/tke)