Die japanische Fluglinie All Nippon Airways (ANA) hat alle Flüge des pannengeplagten Boeing 787 «Dreamliners» wegen Sicherheitsbedenken bis Ende Mai gestrichen. Wegen eines Feuers und eines Schmorbrands bei zwei Batterien hatten Luftfahrtaufseher Mitte Januar ein weltweites Flugverbot für Maschinen des Typs Boeing 787 verhängt, das bis heute gilt. Von 31. März bis 31. Mai fallen damit bei ANA 1714 weitere «Dreamliner»-Flüge aus. Insgesamt hatte ANA seit Januar 3.600 Flüge gestrichen.

Die japanische Luftfahrtaufsicht teilte am Freitag zudem mit, dass unbeabsichtigt geöffnete Ventile dazu geführt hatten, dass bei einem «Dreamliner» von Japan Airlines zweimal kurz hintereinander Sprit ausgelaufen war. Am 8. Januar auf dem Flughafen von Boston waren dabei etwa 150 Liter Kerosin ausgeströmt.

Mit 17 der bislang ausgelieferten 50 Maschinen des Typs ist ANA der grösste «Dreamliner»-Kunde. Boeing muss wegen der Sicherheitsprobleme auch die Auslieferung neuer Maschinen des Typs stoppen.

(jev/aho/awp)