SWISSCOM. Die sinkenden Margen des klassischen Telefongeschäfts setzt auch die Swisscom unter Druck. Ein wichtiges Standbein werden dabei Informatik-Dienstleistungen. Und da winkt ein neues Geschäft: Sogenannte «Managed Desktop Services» für KMU, die Rundum-Informatik-Betreuung von mittelgrossen Unternehmen mit 30 bis 250 IT-unterstützten Arbeitsplätzen. Das Produkt nennt sich bei der Swisscom «One Workplace» (OWP).

Swisscom im Konzert der Grossen

Die internationale Unternehmensberatung Greenwich Consulting wird in wenigen Tagen eine europäische Studie zum Thema «Managed Desktop Services für kleine und mittlere Unternehmen» veröffentlichen. Untersucht wurden British Telecom (BT), France Télécom, Deutsche Telekom, Belgacom, KPN, TIM, TeliaSonear, Swisscom und Telefónica. Das Erstaunliche: Die Swisscom konnte sich als einzige unter den eher kleinen Anbieterinnen bei ihrer Lösung in eine Reihe stellen mit den Grossen – BT, France Télécom und Deutsche Telekom. Denn «One Workplace» bietet alles von der Hardware über Software, Internetverbindungen, Mobillösungen, Schulungen bis zum Callcenter an. Dank Software-Virtualisierung wird der gleichzeitige Betrieb von kundenspezifischer Software möglich. Zudem erlaubt das Paket (in der Basisversion pro Arbeitsplatz monatlich 220 Fr.) als einziges die phasenweise Migration der bestehenden Infrastruktur.Doch warum ist das für die Swisscom so attraktiv? Der IT-Services-Markt wächst in Europa mit jährlich 5,5% deutlich stärker als der allgemeine Telematik-Markt (3%), wie Andreas Waber, Managing Director Greenwich Schweiz, sagt. Und da will die Swisscom mitverdienen.