Die Schweizer Tochter des deutschen Versicherungskonzerns Allianz hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Gewinn deutlich um gut 29 Prozent auf 195,4 Millionen Franken gesteigert. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 5,3 Prozent auf 245,1 Millionen. Während das erste Halbjahr noch von ausserordentlich hohen Belastungen durch Hagel- und Unwetterschäden geprägt war, seien im dritten Quartal keine namhaften Kosten aus Wetterereignissen angefallen, schreibt Allianz Suisse.

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Getrieben wurde das Resultat von der Entwicklung in der Nichtlebenversicherung, der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft. Dort erhöhte sich der Gewinn in den Monate Januar bis September um knapp 47 Prozent auf 130,6 Millionen Franken und das operative Ergebnis um 5,9 Prozent auf 163,3 Millionen. Dabei hätten Beteiligungseffekte auf den Gewinn im Vorjahr gewirkt. Die Schaden-Kostenquote verbesserte sich unter anderem dank strikter Zeichnungspolitik auf 91,6 Prozent nach 93,5 Prozent.

Selektive Zeichnung

Das Bruttoprämienvolumen in der Nichtlebenversicherung lag mit 1,63 Milliarden Franken auf Vorjahresniveau. Der steigenden NaFrankenrage in der Motorfahrzeugversicherung (+1,0 Prozent) standen rückläufige Einnahmen in den Sachversicherungen (-0,2 Prozent) gegenüber. Im Lebengeschäft nahm das Prämienvolumen dagegen um deutliche 16 Prozent auf 1,66 Milliarden Franken ab. Das Geschäft bleibe im anhaltenden Tiefzinsumfeld eine Herausforderung und die Allianz Suisse konzentriere sich auf den Vertrieb von Produkten, die einen nachhaltigen Geschäftserfolg ermöglichen, heisst es. Beim Zeichnen von Neugeschäft fokussiere man sich zugunsten der Profitabilität auf Sicherheit bedachtes, selektives Wachstum.

Der operative Gewinn der Allianz Suisse Lebensversicherungs-Gesellschaft stieg um 3,3 Prozent auf 73,2 Millionen Franken an. Dabei wurde mit den Kapitalanlagen eine Ergebnisverbesserung von 3,0 Prozent auf 298,7 Millionen erreicht.

(sda/se/aho)