Die Allianz Suisse Gruppe hat im ersten Halbjahr 2013 ein Prämienvolumen von 2,79 Milliarden Franken erzielt. Während das Nichtlebengeschäft einen leichten Prämienanstieg verzeichnet habe, seien die Prämien im Lebengschäft zu Gunsten einer verbesserten Profitabilität gesunken, teilt der Versicherer mit. Insgesamt stagnierten die Prämienvolumen im Nichtlebengeschäft mit 1,36 Milliarden Franken (+0,2 Prozent), während die Volumen im Lebengeschäft um rund 13 Prozent auf 1,44 Milliarden sanken.

Das Halbjahresergebnis im Lebengeschäft verbesserte sich allerdings um 3,9 Prozent auf 39,5 Millionen, wozu unter anderem das Kapitalanlageergebnis beigetragen habe, heisst es weiter. Das operative Resultat auf Gruppenstufe sank im Berichtszeitraum um 8,8 Prozent auf 159,7 Millionen Franken, das Halbjahresergebnis stieg hingegen um 1,1 Prozent auf insgesamt 129,4 Millionen. Der Halbjahresabschluss sei von einer ausserordentlich hohen Belastung durch Elementarschäden in Nichtlebenbereich geprägt gewesen. «Ungeachtet Hagel- und Unwetterschäden von über 50 Millionen konnten wir das gute Halbjahresergebnis des Vorjahres sogar leicht übertreffen», lässt sich Firmenchef Klaus-Peter Röhler zitieren. Trotz des schwierigen Umfelds hätten beide Sparten wieder ein solides Halbjahresergebnis erzielt. Ausserdem sei die Kundenbasis erneut ausgebaut und verbreitert worden.

Höhere Schadenquote

Die Bruttoprämien der Allianz Suisse Versicherung legten leicht um 0,1 Prozent auf 1,32 Milliarden Franken zu. Dazu beigetragen hat in erster Linie eine erhöhte Nachfrage nach Motorfahrzeugversicherungen (+1,3 Prozent) und Sachversicherungen (+1,0 Prozent). Das Nichtlebengeschäft war im ersten Halbjahr vor allem von ausserordentlich hohen Elementarschäden geprägt. Insbesondere der Hagel- und Regensturm auf der Alpennordseite von Anfang Mai und die Unwetter in der Westschweiz im Juni führten zu einer Nettoschadenbelastung von 50,6 Millionen Franken. Insgesamt registrierte die Allianz Suisse im ersten Halbjahr rund 10'000 Meldungen aus Elementarschäden.

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Insgesamt stieg die Schadenquote aufgrund der hohen Elementarschäden im ersten Halbjahr auf 71,5Prozent nach 70Prozent im 2012. Zwar konnte die Belastung aus den Elementarschäden teilweise durch den tiefen Kostensatz und aufgrund positiver Effekte aus der Entwicklung der Basisschadenquote abgefedert werden, die Auswirkungen auf das operative Ergebnis blieben aber trotzdem sichtbar. Dieses sank um rund 14Prozent auf 104 Millionen Franken. Nicht zuletzt dank einer nachhaltigen Anlagepolitik und der daraus resultierenden Steigerung des Kapitalanlageergebnisses sei 2013 wieder ein Halbjahresresultat auf Vorjahresniveau erzielt worden.

Verbessertes Lebengeschäft

Im Lebensversicherungsgeschäft von Allianz Suisse resultierte im ersten Halbjahr ein Prämienrückgang von rund 13 Prozent. Diese rückläufige Entwicklung ist laut der Versicherung auf eine Prämienkonsolidierung im Kollektivlebengeschäft zu Gunsten einer verbesserten Profitabilität zurückzuführen. Der Absatz bei Einzelleben sei nach wie vor vom Niedrigzinsumfeld geprägt, was vor allem beim Einmaleinlagengeschäft sichtbar werde. Insgesamt sanken die Prämien in Einzelleben um 9,1 Prozent auf 188,6 Millionen Franken.

Das Kapitalanlageergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 11,8 Prozent auf 221,2 Millionen Franken. Dies sei das Resultat einer nachhaltigen Anlagestrategie, die sich sowohl in einem höheren laufenden Ertrag, als auch in einem positiven Beitrag aus Realisaten in der Höhe von 23 Millionen spiegele. Das operative Ergebnis stieg im ersten Halbjahr um 4,2 Prozent auf 50 Millionen, das Halbjahresergebnis um 3,9 Prozent auf 39,5 Millionen.

(awp/se)