1. Home
  2. Allianz Suisse spürt Industrie-Grossschäden

Jahreszahlen
Allianz Suisse spürt Industrie-Grossschäden

Allianz Suisse: Keystone

Beim Versicherer Allianz Suisse haben im vergangenen Jahr Grossschäden in der Industrie zu Buche geschlagen. Das Ergebnis sank, der Reingewinn jedoch stieg.

Veröffentlicht am 30.03.2017

Versicherer Allianz Suisse hat 2016 Grossschäden in der Industrie deutlich gespürt. Das operative Ergebnis sank um 7,4 Prozent auf 316,4 Millionen Franken.

Der Reingewinn stieg indes leicht um 1,5 Prozent auf 262,4 Millionen Franken, wie der zum deutschen Versicherungsriesen Allianz gehörende Schweizer Ableger am Donnerstag vor den Medien in Wallisellen ZH bekannt gab.

Lebensversicherungsgeschäft läuft

Grund für den Gewinnanstieg unter dem Strich ist das Lebensversicherungsgeschäft. Dieses konnte den Jahresgewinn von 66,3 Millionen auf 73,4 Millionen Franken steigern, weil das Kapitalanlageergebnis höher ausfiel.

Dagegen ging in der Sachversicherung das Jahresergebnis leicht um 3,1 Millionen auf 189 Millionen Franken zurück. Industrielle Grossschäden zogen das Resultat nach unten. Der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) verschlechterte sich von 89,5 auf immer noch tiefe 91,2 Prozent. Unter 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch profitabel.

Die Brutto-Prämieneinnahmen der Gruppe sanken um 4,4 Prozent auf 3,64 Milliarden Franken. Schuld am Rückgang ist das Lebensversicherungsgeschäft, dessen Prämien um 10,7 Prozent auf 1,76 Milliarden Franken fielen. In der Sachversicherung kletterten die Prämien indes um 2,3 Prozent auf 1,88 Milliarden Franken.

Damit sei die Allianz Suisse doppelt so schnell gewachsen wie der Markt. Im Schnitt wuchs die Sachversicherungsbranche im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent.

(sda/chb)

Anzeige